Wir präsentieren: Unser exklusives Interview mit den Machern von „Olaf Präsentiert“ (und Josh Gad) zum Disney+ Day!

„Olaf Präsentiert“ kommt am großen Disney+ Day – also diesen Freitag, am 12. November – auf unsere Lieblings-Streamingplattform. Wir haben die Serie vorab gesehen und können euch versprechen: Es lohnt sich!

Darum geht es in „Olaf Präsentiert“

Inspiriert ist die Serie von einer unser aller Lieblingsszenen aus „Die Eiskönigin 2“: Olaf fasst die Handlung des ersten Films zusammen. Dies geschieht sehr lustig, schnell und vor allem unerwartet. Auch nach dem Abspann kriegen wir noch einmal eine kurze Sequenz, die die Geschichte des zweiten Teiles zusammenfasst. Da diese Stelle so gut ankam, haben wir jetzt diese Sammlung aus fünf Episoden. Behandelt werden: „Aladdin“, „Der König der Löwen“, „Vaiana“, „Arielle, die Meerjungfrau“ und „Rapunzel – Neu verföhnt“.

Da diese Folgen auch jeweils nur circa 90 Sekunden umfassen, möchte ich auch gar nichts Konkretes verraten. Es sei nur gesagt, dass Josh Gad als Olafs englische Stimme mal wieder Alles gegeben hat, um Olaf seinen einzigartigen Charakter zu geben. Ein wirkliches tolles Projekt, was einen nur zum Strahlen bringen kann. In der deutschen Version kehrt Hape Kerkeling als der beliebteste Schneemann seit 2013 zurück.

Der Trailer zu „Olaf Präsentiert“ mit Hape Kerkeling als Olaf

Bericht von der Pressekonferenz mit Josh Gad und den Machern

Zudem hatte ich die tolle Möglichkeit, live an der digitalen Pressekonferenz teilzunehmen. Bei dieser waren Regisseur Hyrum Osmond, Produzentin Jennifer Newfield und die einzigartige Original-Stimme von Olaf Schauspieler Josh Gad anwesend. Geführt wurde die Konferenz von Patti Murin, die erste Anna-Darstellerin des „Frozen“ Musicals (was jetzt auch hier in Deutschland angekommen ist).

In dem Gespräch merkte man direkt, wie sehr die drei harmonieren und wie viel Spaß sie zusammen gehabt haben. Es wurden sehr viele interessante Fragen gestellt, aber es war vor allem schön zu sehen, wie sie nicht nur geantwortet haben, sondern sich auch gegenseitig ausgetauscht und unterstützt haben. 

Olaf als Vaiana
Olaf als Vaiana © Disney

Zuerst kam natürlich die Frage auf, was der beste Teil an der Produktion der Serie war. Für Josh Gad waren es die Momente, in denen er selber zurückdachte, wie er damals einige dieser Filme als Kind gesehen hatte, und wie er diese jetzt selber erzählen darf. Doch am meisten hat es ihn berührt, dass er mit Dschinni eine Rolle spielen durfte, welche Robin Williams, einer seiner Helden, so toll verkörpert hatte. Auch Hyrum Osmond teilt diese Ansicht. Jennifer Newfield fand es am besten Josh Gad zuzuhören wie er „A Whole New World“ aus Aladdin in Olafs Stimme performte.  Grundsätzlich begeisterte sie auch die Entstehungsart, da das Team sehr spielerisch an die Umsetzung heran ging. Das heißt bei diesem Projekt vor allem, dass sehr viel improvisiert wurde, was in der Vergangenheit bereits immer schon für die besten Momente von Olaf gesorgt hatte (Stichwort „Samantha“ bzw. „Hildegard“). Josh Gad hat ein tolles Talent für Improvisation und verkörpert Olaf so, dass ihn niemand ersetzen könnte. 

Olaf als Aladdin
Olaf als Aladdin © Disney

Patti Murin fragt die drei, wie man eine Serie, welche sich wirklich für jedes Alter eignet, so gestaltet, dass sich diese auch jederzeit altersgerecht anfühlt und dabei immer noch so witzig bleibt. Auch Hyrum betont hier, wie sehr der große Freiraum bei der Entwicklung dabei geholfen hat. Und hier erfahren wir: Josh Gad hatte wohl so einige Witze dabei, bei denen das Team behauptet hat, dass diese zu viel für dieses Format oder auch einige Gruppen wären. Er drohte sogar humorvoll damit, zu Bob Iger zu gehen, um manche der Sätze behalten zu dürfen. Was uns wohl alles für grandiose Witze entgangen sind. 

Jetzt geht es auch wieder um den Star der Serie: Olaf! Die Frage: Was ist der Lieblingsaspekt an Olaf, welcher über die Jahre immer gleich geblieben ist? Josh findet es gerade toll, dass Olaf nie gleich geblieben ist, sondern konstant gewachsen ist. Das er im ersten Film sozusagen als Kleinkind begonnen hat und im zweiten Teil bereits in seine Teenie-Jahre kommt, was seinen Entwicklungsstand angeht. Jennifer findet es zudem auch toll, wie Olaf Geschichten erzählt, welche innerhalb Disney einen Teil zu seiner Entstehung mitgetragen haben, da alle dargestellten Filme bahnbrechende Momente in der Disney-Geschichte waren. 

Olaf als Ursula
Olaf als Ursula © Disney

Auch stellt sich die Frage wie man Spielfilme auf jeweils 90 Minuten herunter kürzt, ohne die wichtigen Punkte zu verlieren.  Die Produzentin gibt selber zu, dass sie anfangs viel zu lange Skripte hatten, weil die Entscheidung einfach zu schwer viel, was man guten Gewissens auslassen könnte. Außerdem musste vorher geklärt werden, ob bei der Erzählung davon ausgegangen werden sollte, ob der Zuschauer die Filme bereits gesehen hat oder nicht. Hier wurde auch wieder improvisierend entschieden, fügte der Regisseur hinzu. Meist haben sie Josh alles einmal ausspielen lassen und daran entschieden, was sich am Besten auf das Format und Olaf übertragen lässt. Wichtig war es ihnen auch, dass alle Geschichten zeitlich vor Olaf, als auch möglich in seiner Welt sein können. Wir gehen nämlich davon aus, dass Olaf sich vorher über alle Geschichten eigenständig informiert hat.

Olaf als Simba
Olaf als Simba © Disney

Zudem kommt die Frage auf, was das Team am besten daran fand, sich so auf Olaf konzentrieren zu können. Josh Gad sagte natürlich, er fand es toll, weil er Olaf ist – also ging es nur um ihn. Grundsätzlich findet er es aber auch toll, einen so komplexen Charakter weiter ausführen zu dürfen und sich so improvisierend auszuleben. Jennifer findet es super zu sehen, wie begeistert Olaf ist, Geschichten zu erzählen, als wäre er auf einer großen Bühne. Auch brachte sie die Vorstellung ins Gespräch, dass vielleicht nur ein Snowgie dort eigentlich sitzt und ihm gespannt zuhört. Dann warf Josh Gad ein, wie es dem armen Snowgie wohl gehen würde, wenn Olaf anfangen würde Geschichten wie „Oliver & Co.“ oder sogar „Taran und der Zauberkessel“ – einer von Disneys dunkelsten Filmen – vorzutragen. Es wäre auf jeden Fall eine sehr interessante Umsetzung, für die man hoffentlich auf weitere Folgen hoffen kann, auch wenn dies etwas düster wird. Aber sicher sehr lustig.

Zum Abschluss gab es noch eine lustigere Frage: Was würdet ihr an einem Tag mit Olaf machen? Hyrum schlug direkt vor mit ihm eine Snow Cone zu essen, als Schnee in einem Hörnchen. Das fand Josh Gad sehr fragwürdig und warf ihm Kannibalismus vor. Jennifer möchte Olaf gerne die ganze Zeit Sachen zeigen, die Olaf faszinieren. das findet sie sowohl bei Kinder als auch bei Olaf immer wieder toll. Josh Gad würde ihm Geld abnehmen und ihn daraufhin beauftragen, eine eigene Stimme zu finden. Gerade an diesen Antworten konnte man schon sehen wie toll das Team hinter „Olaf Präsentiert“ harmoniert. 

Eine tolle Serie, mit und von tollen Leuten.

Das exklusive Interview  mit Hyrum Osmond und Jennifer Newfield

Olaf als Rapunzel
Olaf als Rapunzel © Disney

Im Anschluss hatte ich noch die einmalige Gelegenheit, ein Interview mit Hyrum Osmond, dem Regisseur der Serie, und Jennifer Newfield, der Produzentin, zu führen.

Kurz zu den Personen:

Hyrum Osmond ist als leitender Animator von Anfang an ein großer Teil an der Entwicklung von Olaf gewesen. Er half auch davor bei vielen Disney-Projekten wie „Bolt“,  „Rapunzel – Neu veföhnt“ und „Ralph reicht’s“ mit. Auch führte er die Regie für die Kurzfilme „At home with Olaf“ welche 2020 herauskam.

Jennifer Newfield ist seit 2008 bei Disney. Sie begann damals als Produktionsassistentin. Nach einer kurzen Pause ist sie seit 2015 wieder als Produzentin dabei. Auch für „Kurzschluss“, die grandiose Kurzfilm Serie auf Disney+, ist sie verantwortlich.

Auf Disney+ haben wir ja bereits viele Kurzfilme gesehen, zum Beispiel in „Kurzschluss“, wo Jennifer Newfield, ja auch bereits die Rolle der Produzentin übernommen hat. Dort waren die jeweiligen Storys aber immer komplett neu. Unterscheidet sich die Arbeit an komplett neuen Kurzfilmen und diesen, wo Olaf und seine Welt schon sehr etabliert sind, sehr?

Jennifer Newfield: Ja definitiv. Wenn wir jetzt zum Beispiel von „Kurzschluss“ reden, sind es ja komplett neue Universen, auch wenn die Filme nur um die 2 Minuten dauern. Es ist sehr unterschiedlich bereits eine Basis zu haben, wie es bei Olaf der Fall ist. Das schauspielern und darstellen von Olaf ist so stark und so wundervoll. Auch die Details die man alle richtig haben muss sind auch extrem schwerwiegend. Denn wenn wir an etwas denken, bei dem wir komplett neue Welten aufbauen, gibt es keine vorherige Auflagen, wie es zu sein hat. Und da ist es wichtig Hyrum dabei zu haben, als Olaf Experte ist er eines der Schlüssel-Elemente, „Olaf Präsentiert“ erfolgreich zu gestalten, weil wir dieses an eine Fan-Gemeinde geben, welche sich stark mit den Charakteren und Details auskennt. Es sind also zwei sehr unterschiedliche Arten von Herausforderungen.

Oft geht Olaf ja auch auf etwas schwerwiegendere Themen ein, auch in „Olaf Präsentiert“ setzt er Themen wie Tod immer ernst, aber auch humorvoll um. Wie behält man, bei einem so lustigen und positiven Charakter, die Balance zwischen der optimistischen Seite und den dunkleren Themen?

Hyrum Osmond: Ich denke die Antwort liegt darin, wer Olaf wirklich ist. Er sieht die Welt als pur an, wie ein Kind. Ich denke bei vielen Sachen die thematisch mehr auf der dunkleren Seite liegen, wirkt es durch die Augen eines Kindes oft schon humorvoll. Also haben wir damit gespielt. Wir mussten da schlau rangehen. Aber es ist definitiv eine Herausforderung, das zu meistern.

Jennifer Newfield: Und ich denke wir wollten auch die schwereren Themen ansprechen, da es ja für alle Altersgruppen gedacht ist. Auch wollen wir, dass Kinder verstehen, dass sie auch solche Momente im Leben annehmen müssen. Deswegen gibt es auch in den ersten Filmen diese Themen, da es uns immer wichtig war diese in Olafs Art und Weise anzusprechen, denn ich denke viele von uns gucken gerne durch Olafs Perspektive auf diese Situationen.

Das Poster zu „Olaf präsentiert“
Das Poster zu „Olaf Präsentiert“ © Disney

Zum Abschluss dieses Interviews müssen wir natürlich noch wissen: Welche der Folgen ist denn eure Lieblingsfolge?

Hyrum Osmond: Oh, das ist eine sehr schwere Frage. Ich würde sagen, die Folge die mir am meisten bedeutet, ist Olafs Fassung von „Aladdin“. Dieser war nämlich der einflussreichste Film für mich, als ich aufgewachsen bin. Es ist der Film, weswegen ich Animator werden wollte. Die Möglichkeit zu haben, in diese Geschichte wieder einzutauchen und durch Olafs Blickwinkel zu erzählen, war einfach ein Traum für mich.

Jennifer Newfield: Ich würde sagen, man muss Olafs Erzählung von „Arielle“ gucken, weil man nicht verpassen darf wie Josh Gad als Olaf Ursula darstellt. Das muss man gesehen haben! Das ist einer der besten Stellen aller Folgen.

„Olaf Präsentiert“ feiert mit fünf Kurzfilm-Episoden am Disney+ Day (Freitag, 12. November) seine Premiere.

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