Nach zahlreichen Disney Realverfilmungen bekommt nun auch einer der beliebtesten Charaktere seinen großen Auftritt: Stitch! Der kleine blaue Alien ist längst ein fester Bestandteil der Popkultur – ob im Fernsehen, im Kino oder als Merchandise in jedem Laden. Nun startet die Realverfilmung von Lilo & Stitch am 22. Mai in den Kinos. Doch lohnt sich der Besuch? Wir haben den Film für euch gesehen und verraten, ob er für Stitch-Fans, Disney-Liebhaber oder einfach für einen entspannten Kinoabend geeignet ist.
Zwei Jahrzehnte später: Lilo & Stitch in neuem Gewand
23 Jahre nach dem Originalfilm bringt Disney Lilo & Stitch als Realverfilmung zurück auf die große Leinwand. Natürlich ist Stitch auch diesmal kein echter Alien, sondern aufwendig und realistisch animiert. Die menschlichen Figuren werden von Schauspielern verkörpert, während Pliiklii und Jamba eine spannende Zwischenlösung bieten: Sie sind animiert, nehmen aber unter Menschen eine menschliche Form an – eine von vielen interessanten Änderungen im Vergleich zum Original.
Regie führte Dean Fleischer Camp, der bereits mit Marcel the Shell bewiesen hat, dass er es versteht, niedliche Charaktere mit ernsten Themen wie Verlust und Veränderung zu verbinden. Diese Mischung prägt auch Lilo & Stitch und sorgt für emotionale Tiefe.

Lilo, Stitch und unsere Kindheitserinnerungen
Seit meiner Kindheit liebe ich Lilo & Stitch – besonders die Serie, in der die vielen Experimente im Mittelpunkt stehen. Stitch vereint Niedlichkeit mit purem Chaos, doch vor allem Lilo ist eine der authentischsten Kinderfiguren, die Disney je geschaffen hat. Ihr großes Herz, ihre Eigenheiten und ihre Fantasie machen sie so besonders – Eigenschaften, mit denen sich auch die neue Generation im Kino identifizieren wird. Maia Kealoha als Lilo bringt genau diese Mischung aus Eigenwilligkeit und Herzlichkeit auf die Leinwand.

Neue Gesichter, überzeugende Darsteller
Alle Schauspieler in dieser Verfilmung treffen ihre Charaktere super. Die junge Lilo, Maia Kealoha, macht ihren Job natürlich super, aber auch der ganze andere Cast lässt sich sehen. Vor allem gefallen hat mir Billy Magnussen als Pliiklii, der es genau hinbekommen hat, Pliikliis zwar lustige Art einzufangen, aber auch die echte Begeisterung.
Zum Thema Pleakley muss ich mich übrigens klar äußern: nachdem der Trailer erschien, und Pliikliis in normalen und männlichen Klamotten zu sehen war, war der Aufschrei groß. Auch von mir! Ich und viele andere haben es nicht nur geliebt, dass Pliiklii im Film und in der Serie alles von sehr männlich bis sehr weibliche Klamotten anhatte, auch hat es damals einen großen Teil dazu beigetragen, dass ‘ein Mann in Frauen Kleidung’ kein Witz ist, sondern wir Pliikliis Looks einfach alle bewundert haben. Nachdem ich den Film gesehen habe muss ich aber sagen: die Umsetzung ist dennoch gelungen! Pliiklii ist noch in seinen ersten Fashion-Schritten aber legt definitiv keinen Wert auf geschlechts-binäre Kleidung. Und es ist auch kein billiger Weg um einen Witz zu machen. Ich muss meine damalige Kritik also hiermit vollkommen zurückziehen!

Mut zur Veränderung: Was macht der neue Film anders?
Obwohl ich schon seitdem ich denken kann ein Riesen Fan von Lilo und Stitch war, war ich nie so ein Fan von dem ersten Film. Auch als ich ihn als Erwachsener noch einmal geguckt habe, hatte ich das Gefühl, dass irgendwas an der Storyline einfach nicht so funktioniert. Komisches Pacing, nicht die optimale Lösung für alle Charaktere und vieles mehr. Bei dieser Verfilmung war dies überhaupt nicht der Fall. Der Film und die Handlung ist sehr stimmig. Es wurde zwar viel abgeändert, aber meiner Meinung nach, funktioniert es sogar deutlich besser. Ich möchte hier absolut nichts vorweg nehmen, aber der Fokus liegt nicht mehr nur auf Lilo und Stitch machen Sachen, sondern vor allem Nanis Geschichte wird beleuchtet. Der Stress als Teenager auf einmal in die Mutter-Rolle zu schlüpfen und gleichzeitig mit Trauer zu kämpfen.

Ich finde nicht nur Stitchs Design absolut gelungen, sondern vor Allem die Stimmung und die optische Darstellung von Hawaii ist super schön gelungen. Man fühlt sich in die Szenerie hineinversetzt.
Mein einziger Kritikpunkt, welchen ich bereits beim Trailer hatte, ist das eine der wichtigen Botschaften vom originalen Film untergeht: Die Zerstörung Hawaiis durch den großen Touristen-Boom. Es gibt zwar ein paar Momente, die dies kritisieren, aber auch nur wenn man bereits mit der Thematik vertraut ist. Ich verstehe aber auch, dass Fokus auf andere Aspekte gelegt worden ist und dies eventuell den Film etwas überrannt hätte.

Fazit: Ein Sommerhit für alle Generationen
Lilo & Stitch ist als Realverfilmung eine echte Überraschung: Der Film ist witzig, emotional, bleibt der Vorlage treu und funktioniert trotzdem als eigenständiges Werk. Ob als Disney Fan, Stitch-Liebhaber oder einfach als Kinogänger auf der Suche nach einem Feelgood-Film – hier kommt jeder auf seine Kosten. Taschentücher für die rührenden Momente sollten aber nicht fehlen!
Mein Fazit: Diese Verfilmung ist für mich sogar gelungener als das Original von 2002. Ein absolutes Muss für den Kino-Sommer 2025! Hier seht ihr mehr Einblicke in Lilo & Stitch.


Redakteurin bei DisneyCentral.de
Schon als Kind war bei Alina die heutige Disney Faszination abzusehen.
Geprägt durch einige Besuche im Disneyland Paris, Disneyland Kalifornien und Walt Disney World. Sogar eine sogenannte Disney-Ecke in Ihrem Zimmer, die sich aber ganz schnell in das ganze Zimmer verbreitet hatte. Seitdem ist Disney aus Ihrem Leben nicht mehr wegzudenken.
Alina begeistert sich hauptsächlich für die Geschichte der Parks und Filme, wobei natürlich auch neue Projekte nicht fehlen dürfen. Seit Mitte 2018 ist sie aktiv in der Disney Instagram Community unterwegs.



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