Disney+ macht uns allen dieses Jahr das Weihnachtsgeschenk, von dem wir vielleicht nicht einmal wussten, dass wir es uns gewünscht haben. “Percy Jackson: Die Serie” startet am 20. Dezember mit den ersten 2 Episoden – die weiteren 6 Episoden folgen jeden Mittwoch. Wir haben vorab reingeschaut und verraten in unserer Review, für wen sich die Serie lohnt.
Nach der Filmreihe, die viele Fans und auch den Schriftsteller hinter dem Mythos Rick Riordan enttäuschte, kommt Percy Jackson nun als Reboot in Serienform zurück. Der Buchautor zeigt sich begeistert und wirkte auch am Drehbuch der Serie mit. Walker Scobell (Percy Jackson), Aryan Simhadri (Grover) und Leah Sava Jeffries (Annabeth) spielen das Trio, das uns durch die Geschichte führt.
Im Fokus der Serie

Vorab: Ich habe die Bücher nicht gelesen. Genauso habe ich die bisherigen Filme nicht gesehen. Kurz gesagt: Ich hatte bislang keinerlei Bezug zu “Percy Jackson” – dafür aber ein generelles Interesse an der griechischen Mythologie.
Deshalb habe ich erstmal gezweifelt, ob ich mich überhaupt in diese Geschichte begeben soll, die bei Fans etabliert ist und von der ich persönlich keinen Schimmer habe. Da ich nun aber diesen Artikel schreibe, könnt ihr euch vorstellen: Ja, ich habe mich auf die Serie eingelassen.
Der Einstieg in die erste Episode ist absolut anfängerfreundlich gestaltet. Man braucht keinerlei Vorkenntnisse – weder über die Welt, noch über die Figuren. Die Geschichte führt uns an alles heran. Dabei wird ein Fokus auf die Charaktere sowie deren (glaubhafte!) Beziehungen untereinander gelegt. Tatsächlich schafft es die erste Episode, dass man nach kürzester Zeit mit den Figuren mitfiebert, sie ins Herz schließt und aber auch Abneigungen zu einigen entwickelt. Besonders die 12-jährige Hauptfigur Percy Jackson, gespielt von Walker Scobell, hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Was trotz aller Konzentration auf Charaktere nicht fehlt ist Action. Es bleibt nie komplett ruhig und es schwebt ständig eine gewisse Mystik, Dramatik und Gefahr mit. Die sorgt auch dafür, dass man schon um das Leben der gerade erst betroffenen Charaktere bangt, obwohl sie (noch?) gar nicht in Gefahr schweben.
Qualität wird groß geschrieben
Die Arbeit mit den Charakteren ist nur ein Punkt, der für eine großartige Qualität spricht. In letzter Zeit habe ich kaum mehr Serien und Filme erlebt, die sich wirklich die Zeit nehmen, die Figuren vernünftig einzuführen.
Auch die Produktion selbst sieht sehr hochwertig aus. Sets, Locations, Licht, Kameraarbeit und ja, selbst CGI, sehen alle erstklassig aus und können sich wahrlich sehen lassen.
CGI Elemente gibt es einige, was ein Stück weit in der Natur der Sache liegt. Trotzdem hat man scheinbar versucht soweit möglich darauf zu verzichten, wodurch eine gewisse Portion Realität erreicht wird. Natürlich wird diese durch mystische Kreaturen wie Zentauren, Satyre, Gorgonen, (Halb-)Götterkräfte und gefährliche Actionmomente unterbrochen. Doch dieser Mix wirkt natürlich und nicht so, als würden zwei vollkommen verschiedene Welten aufeinander treffen.

Diese verschiedenen Welten treffen aber zwangsläufig auch im Cast aufeinander. Von meinem Empfinden her gab es vorab seitens Fans der Bücher Kritik daran, wie nah die Figuren in der Serie denen in den Büchern ähneln. Ja, wir sprechen von Haut- und Haarfarben. Das Einzige, was ich dazu sagen kann: Die Charaktere funktionieren wunderbar! Und noch viel wichtiger: Die Darsteller haben eine großartige Chemie untereinander. Die Dynamik und die kleinen Charaktereigenschaften fesseln einen – und nur darauf kommt es an.
Fazit zu Percy Jackson: Die Serie
Für mich persönlich war der Start in “Percy Jackson: Die Serie” eine Achterbahnfahrt von “zero to hero” (sorry, wir sind doch gerade bei griechischen Halbgöttern…). Von ursprünglich gar keinem Interesse hat mich die Serie in ihren Bann gefesselt und lässt mich nun an einem Punkt zurück, wo ich nicht abwarten kann, dass es endlich weitergeht!
Wer eine spannende Serie mit Witz, ansprechenden Charakteren, mystischen Elementen und einer Portion Coming of Age sucht, wird hier fündig. Den aktuellen 97% Score bei Rotten Tomatoes halte ich für absolut verdient und schließe mich mit einer Bewertung von 9,5/10 für die ersten Episoden an.
Schaut unbedingt rein und wartet bis mindestens zum Ende der ersten Episode, bevor ihr euch eventuell dagegen entscheidet. Ich kann nur jedem empfehlen, sich in diese Geschichte zu wagen. “Percy Jackson: Die Serie” gibt es ab 20. Dezember 2023 auf Disney+ zum Streamen.

Als Chef-Redakteur und Gründer von DisneyCentral.de lebt Matthias seinen Disney-Traum bereits seit Kindertagen. Er hat nicht nur weltweit alle Disney Parks besucht, sondern blickt auch auf eine einzigartige Karriere hinter den Kulissen zurück: Matthias arbeitete als Cast Member in Disneyland Paris sowie im Cultural Representative Program (CRP) in Walt Disney World, Florida. Zudem erhielt er exklusive Einblicke direkt in den Walt Disney Studios in Burbank.
Der studierte Medien-Experte verbindet seit der Gründung des Portals im Jahr 2006 journalistische Professionalität mit echter Insider-Expertise. Wenn er nicht gerade über die neuesten Disney+ Highlights berichtet oder als passionierter KINGDOM HEARTS Fan die Schlüsselschwert-Kriege analysiert, dient ihm das Lebenswerk von Walt Disney als tägliche Inspiration.
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Eine Antwort auf „Review: “Percy Jackson: Die Serie” – Spaß und Abenteuer, die die olympischen Götter mit Stolz erfüllen“