Film-Review: Arlo & Spot

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redakteurin Spliz.

Von den Machern von “Alles steht Kopf” prangt auf Plakaten und wird auch im Trailer erwähnt. Das bedeutet, der neue Pixar Film muss ein Hit werden, oder nicht?
Ich für meinen Teil habe nicht wirklich viel von Arlo & Spot erwartet, dies meine ich jedoch nicht negativ. Ich hatte weder positive, noch negative Vorstellungen darüber, wie der Film wohl sein dürfte. Aber wenn es von den Machern von Alles steht Kopf ist, einem Animationsfilm, der mich, wie ihr in meiner früheren Review zu diesem Titel bereits erfahren konntet, absolut begeistert hat, gehe ich durchaus davon aus, einen weiteren tollen Film sehen zu dürfen. Doch genug davon, was ich dachte, bevor ich den Film angesehen habe. Kommen wir zum eigentlichen Kernpunkt dieser News – Die Review:

Die Story

Was wäre wenn der Meteroid, der vor 65 Millionen Jahren signifikant an der Auslöschung der Dinosaurier beteiligt war, die Erde um Haaresbreite verfehlt hätte? Diese Frage hat sich offenbar auch Pixar gestellt, denn mit Arlo & Spot schicken uns die Macher auf eine Reise, in der Dinosaurier und Menschen (in einer früheren Phase ihrer Entwicklung) koexistieren. Durch das Verlangen, seiner Familie zu beweisen, dass er einen großen Beitrag zum Leben und Überleben leisten kann, gemixt mit der Laune der Natur, wird der kleine Apatosaurus Arlo von seiner Familie getrennt und findet sich weitab seiner Heimat wieder. Gemeinsam mit dem Menschenjungen Spot versucht er nun, den Weg nach Hause zurückzufinden. Doch abgesehen davon, dass er dem Fluss folgen muss und die Farm, auf der er mit seiner Familie lebt, nahe einer Gebirgskette mit drei Spitzen liegt, hat er keinerlei Anhaltspunkte. Auf der Reise treffen Arlo & Spot einige Weggefährten, einige sind unerwartete Helfer, andere jedoch wollen ihnen ans Leder.

Die Charaktere

Protagonisten dieses Films sind, wie auch der Titel bereits vermuten lässt, Arlo und Spot.

Arlo ist ein junger Apatosaurus, der mit seiner Familie – Vater, Mutter sowie zwei Geschwistern – auf einer Farm lebt. Er ist schon von Geburt an kleiner als seine nur um wenige Minuten älteren Geschwister Buck und Libby und auch Unerschrockenheit gehört nicht zu seinen Stärken. Sein Ziel ist es, seinen Beitrag zum Wohlergehen der Familie zu leisten, um seinen Fußabdruck auf dem Silo verewigen zu dürfen; keine einfache Aufgabe.

Spot ist ein Menschenjunge im Kleinkindalter, der alleine in der Wildnis lebt, bis er auf die Farm von Arlos Familie stößt. Über seine Beweggründe ist nichts bekannt und das einzige, was man über den Jungen erfährt, ist, dass er seine Eltern bereits vor Beginn des Films verloren hat. Er scheint jedoch äußerst Vertrauensselig zu sein, denn er hilft Arlo sehr bereitwillig. Seine Verhaltensweise ähnelt eher einem Wolf oder Hund, als einem Menschen.

Weitere Dinosaurier auf die Arlo und Spot im Laufe ihrer Reise treffen sind der melancholische Ceratops Tierchensammler, eine Gruppe von Pterosauriern sowie eine Tyrannosaurus Familie.

Das Design

Die Hintergrund und Charakter Gestaltung könnte aus Design-technischer und Grafischer Sicht kaum unterschiedlicher sein. Während die Charaktere in einem Comicstil farbintensiv und ohne Ecken und Kanten gehalten sind, ist die Welt in Arlo & Spot äußerst Realitätsnah. Ein starker Kontrast, der nicht schlecht sein muss! Ganz im Gegenteil. Durch den klaren Unterschied im Design stechen die Charaktere besonders heraus, ohne dass die Umgebung langweilig gestaltet ist.

Mein Fazit

Wie bereits zu Anfang geschildert, hatte ich keinerlei Erwartungen, die der Film erfüllen musste. Ich bin ins Kino gegangen, ich habe ihn gesehen und ich habe ihn genossen. Dennoch bin ich mir nicht sicher, was genau ich jetzt zu diesem Film sagen soll. Er hat mir durchaus gefallen, ich habe an einigen Stellen gelacht, an anderen geweint. Es ist eben so, wie man es von Pixar gewohnt ist und doch auch nicht.

Den Verlauf der Story fand ich persönlich ziemlich vorhersehbar und es gab keine wirkliche Stelle, die mich sehr überrascht hat, bzw. wo ich ehrlich dachte, damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Es wird auch wenig Innovation im Hinblick auf die Storyline geboten, auch wenn es natürlich nicht einfach ist, noch großartig neuartige Storylines rauszubringen, muss ich doch sagen, fand ich den Verlauf in Arlo & Spot doch etwas zu Klischeehaft.

Außerdem bietet der Film einige Szenen, die stark an ähnliche Szenen in “König der Löwen” erinnern. Das muss nicht unbedingt etwas schlechtes sein, doch ich persönlich fand die Anzahl an derartigen Szenen doch eher schädigend.

Alles in allem fand ich den Film wie gesagt nicht schlecht und den Kindern, die ebenfalls im Kino anwesend waren, scheint er gefallen zu haben. Doch ich würde ihn nicht unter die Top 5 der besten Pixar Animationsfilme stecken, dafür hat er mich im Hinblick auf Story und Innovation nicht genügend überzeugt. Wenn ihr noch weitere Meinungen zu dem Film erfahren wollt, vergesst nicht, euch die Video-Review von Toni anzusehen, falls ihr das noch nicht getan habt. Matthias hat euch außerdem 7 Gründe zusammengestellt, weshalb ihr den Film sehen solltet.

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