Review: “Mean Girls – Der Girls Club” als Musical – So fetch wie das Original?

Am 25. Januar erscheint der heißersehnte Musical-Film MEAN GIRLS – DER GIRLS CLUB in den deutschen Kinos, basierend auf dem gleichnamigen Broadway-Musical, welches 2017 das erste Mal aufgeführt worden ist.

Dieses Musical basiert natürlich auf dem absoluten Film-Klassiker Mean Girls aus dem Jahr 2004, welcher auch wieder auf dem Buch Queen Bees and Wannabees von Rosalind Wisemans aus dem Jahr 2002 basiert. Durch diese lange Liste an Inspirationen und Quellen hat das Publikum natürlich eine hohe Erwartung. Ob es diese auch halten kann?

Mean Girls (2004) – Warum dieser Film so wichtig ist

Der Film Mean Girls aus dem Jahr 2004 veränderte die Welt. Selbst wenn ihr nie gesehen habt, werdet ihr sicherlich bereits öfter mit ihm konfrontiert worden sein, wahrscheinlich schon öfter, als ihr es überhaupt mitbekommen habt. Ob es das Pink tragen an Mittwochen, das Wort Fetch oder jeder Post am 3. Oktober ist, Mean Girls hat sich seine Rolle als einer der kulturell einflussreichsten Filme dieses Jahrhunderts schnell verdient.

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Während der Film damals Teenager ansprach, haben diese ihn nie vergessen. Und auch mich, welcher ihn erst fast 10 Jahre nach eigentlichem erscheinen sah, als ich selber gerade 12 war, hat er niemals verlassen.

Aber was macht Mean Girls zu einem solchen Klassiker? Natürlich spielen da verschiedenste Faktoren mit, da ein Film nur kulturell so relevant wird, wenn er verschiedenste Bereiche zusammenbringt.

Angefangen natürlich bei dem phänomenalen Skript, geschrieben von Tina Fey, welche nach ihrem Erfolg durch Mean Girls noch viele weitere tolle Projekte produzierte.

Das Skript ist nicht nur zeitlos immer lustig, sondern hat viele Momente, welche sich die Teenager damals, als auch heute mit in ihr Leben nahmen. Das Wort Fetch was eine der Charaktere verzweifelt versucht zu etablieren, an Mittwochen wird Pink getragen, sonst kannst du nicht bei uns sitzen und viele viele mehr. Auch ist das Skript einfach intelligent und verkörperte für viele Mädchen in der Schule die Realität oder genau das, wovor sie am meisten Angst haben. Aber dazu später mehr.

Auch relevant für den Erfolg von Mean Girls, vor allem seinen Ikonen Status: die Mode

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Quelle: Paramount

Der Film fasste den Teenager 2000er Style perfekt zusammen und konnte ihn auch perfekt kategorisieren. Nicht nur das, was die stylischen Cliquen trugen, sondern jede Art von Clique. Ob es die Künstler, Grunge-Kids oder Sportler waren, Mean Girls schuf einen perfekten Blick auf damals die akkuratesten Styles und lässt uns heute einen perfekten Blick in die Vergangenheit werfen. Bei einigen löst dies Nostalgie aus, bei anderen, vor allem jüngeren, den Wunsch, so einen Stil zurückzubringen. Mean Girls spielte vor einigen Jahren einen der größten Einflüsse in den Start des Mode-Stils Y2K, welcher sich an den frühen 2000ern inspiert.

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Quelle Paramount

Worum geht es eigentlich in Mean Girls?

In Mean Girls kommt Cady, unser Hauptcharakter, in den USA auf eine High-School, während sie die Zeit davor mit ihren Eltern in Afrika gelebt hatte. Dort war sie aufgrund von ihren Eltern, vor allem in der Wildnis unterwegs, weswegen ihr der Bezug zu dem Leben an einer amerikanischen High School komplett fehlt. Auch wenn sie anfangs Probleme hat, sich einzugliedern, findet sie schnell Freunde: Jannis und Damian. Die beiden sind auch eher Außenseiter. Sie erklären ihr, wie das High-School leben funktioniert und warnen sie vor Allem von den verschiedensten Cliquen.

Darunter auch die Plastics. Dies ist eine Gruppe aus drei Mädchen: Karen, Gretchen und Regina. Letztere bleibt unsere Haupt-Antagonistin. Die Plastics werden von jedem in der Schule angehimmelt, aber es fürchten sich auch alle vor ihnen. Sie sind die sogenannten IT-Girls der Schule.

Sie finden Interessen an Cady. Jannis und Damian schmieden mit Cady den Plan, dass sie sich dort integriert und sie vorerst Informationen aus der Gruppe weitergibt und am Ende versucht, die Gruppe von Innen aufzulösen. Mit der Zeit findet Cady aber gefallen daran und verstößt Regina von ihrem Trohn, um ihn selber einzunehmen.

Doch Cady, als auch die anderen Mädchen erkennen ihre Fehler und entscheiden sich am Ende dafür sich bei der ganzen Schule zu entschuldigen.

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Quelle Paramaount

Cady verliert sich und ihren Charakter über die Zeit um nicht nur dazu zu gehören, sondern um die Person zu sein, um die es sich immer dreht. Auch wenn sie am, Ende ihre Fehler einsieht, ist dies eine Story, mit der sich sicher viele von uns identifizieren und die vor allem als Teenager präsenter als nie ist.

Auch ist die Darstellung der weiblichen Freundinnen für viele ein Spiegel gewesen: Regina George nutzt ihre zwei engsten Freundinnen eigentlich auch nur dafür um besser auszusehen. Sie manipuliert und hält sich beide als Accessoires oder auch als Mittel zum Zweck. Jeder kommt wahrscheinlich in seinem Leben an den Punkt, wo er sich fragen muss, warum man mit einigen Personen befreundet ist, oder ob man dies überhaupt Freundschaft nennen kann. Mean Girls schlägt thematisch bei Teenagern auf den Nerv der Zeit.

Auch verkörpert er bereits damals eine starke Verbindung unter Frauen und Mädchen und war somit einer der Mitbegründer der Teenie-Mädchentruppen Filme, aber auch der deutlich frauenreicheren Casts. Auch wenn Hollywood bis heute noch Probleme hat, diese großflächig einzusetzen.

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Quelle: Paramount

Von Film zu Musical zu Film

2017 dann das Musical, bei welchem auch Tina Fey half ihr Screenplay auf die Bühne zu adaptieren. Es war ein großer Hit und baute separat von Mean Girls als Film noch einmal eine komplette Fan-Gemeinde auf. Zum späteren Erfolg, und vor Allem Interesse während die Bühnen aufgrund von Corona zu bleiben mussten, half, wie vielen Musicals aus der Zeit, TikTok. Songs gingen viral. Ausschnitte aus den Musical-Aufführungen wurden publiziert und verbreitet und viele de Musical-Darsteller gewannen an Fans. Darunter vor allem eine: Renee Rapp, auf welche wir später noch einmal zurückkommen.

Die Songs waren catchy, gut und einprägsam. Sie erweiterten die Story ohne sie verändern zu müssen.

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Quelle: Mean Girls

Alles Anders 2024?

Als dann endlich die geplante Verfilmung des Musicals bekannt wurde, war der Aufschrei groß. Aber nicht aus der Musical-Community. Da viele Menschen es für übertrieben hielten, einen Film der nicht einmal 20-Jahre alt ist, neu umzusetzen.

Und genau dies war bei Release des Trailers und in der jetzigen Promo-Phase auch wieder ein großer Kritikpunkt. Aber die Daseinsberechtigung stammt natürlich aus der Musical-Verfilmung.

Die Produktionsfirma erhielt große Kritik von den eigenen Fans, da das Marketing nicht klar machte, dass dies eine Musical-Film ist. Und glaubt mir eins: Für jemanden der keine Musicals mag, ist es das schlimmste unabsichtlich in einem Musical zu sitzen.

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Quelle: Paramount

A Star is born

Neubesetzung beliebter Charaktere sorgen immer für einen Wirbel. Grundsätzlich haben alle Schauspieler eine Super-Performance abgeliefert. Alle können sowohl schauspielern als auch singen. Nur die Darstellerin von Cady, Angourie Rice, bekannt zum Beispiel aus den aktuellen Spider-Man Filmen, konnte nicht mit den großen Broadway-Stimmen mithalten. Ihre Cady Performance setzt sie aber aber ohne jeden Kritikpunkt um und sie verkörperte Cady noch einmal in einem neuen Licht.

Auch Tina Fey, der alte Direktor und sogar unser alter Damian spielten mit. Vielleicht gab es sogar noch einen besonderen Gast-Auftritt, aber davon müsst ihr euch im Kino selber überzeugen.

Der absolute Star des Films: Renee Rapp! Die Darstellerin von Regina George, welche bereits auf dem Broadway als Regina bis zum Covid-Lockdown auftrat, stahl allen die Show. Die Künstlerin brachte letztes Jahr ihr erstes Album raus und baute sich in der Zeit bereits eine große Fan-Base auf. Aber dieser Film macht sie zum absoluten Superstar. Nicht nur, dass sie eine enorme Stimmkraft hat und jeden im Kino hat Stumm werden lassen, sobald sie anfing zu singen. Nein, sie sieht auch noch absolut toll aus, und lässt jedes ihrer Interviews viral gehen, durch ihre witzigen, klugen und auch frecheren Antworten.

Ich möchte es schon fast gar nicht sagen, aber sie ist fast eine bessere Regina George als Rachel McAdams im ersten Film. Sie hat genau das, was Regina George verkörpern soll: Jeder ist komplett eingeschüchtert von ihr, aber jeder ist auch absolut verliebt in sie.

Von ihr werden wir definitiv noch sehr sehr viel in Zukunft sehen und das hier ist nur der große Startschuss für ihre riesige Karriere.

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Quelle: Paramount

Von Musical zu Pop-Nummer?

Die Lieder unterscheiden sich definitiv von dem Original-Musical.

Nicht nur, dass einige Stimmen nicht so gewaltig sind, auch gibt es einige Text-Kürzungen und auch Musik-Abwandlungen. Im Kontext des Films, fand ich dies aber absolut stimmig umgesetzt. Oft passt in eine lockerere Film-Umsetzung einfach nicht das Riesen-Orchester oder die Stärkste Note bei jedem Song, aber genau dafür gibt es ja das Original-Musical und zum Glück auch professionelle Aufnahmen, die ihr auf jedem Streaming-Dienst findet. Wenn euch die Musik aus dem Film gefällt, empfehle ich euch auf jeden Fall, dort einmal reinzuhören.

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Quelle: Paramount

Fazit: Darf der Film mit uns sitzen?

Der neue Film ist definitiv etwas für die Fans von damals, da er zwar sehr nah an der Original-Quelle bleibt, aber genug Abwechslung reinbringt um es auch für die Super-Fans noch interessant zu lassen. Auch funktioniert dieser Film gut, ohne irgendeine der 3 Vorgänger zu kennen.

Für die Teenager dieser Generation, wird dieser Film mehr für sie sprechen, da er sehr moderngehalten ist. Die Outfits, optische Umsetzung und Gadgets orientieren sich an der frühen 20ern unserer Zeit. Die Charaktere benutzen TikTok und Social media, tragen Korsett-Oberteile, kurze Röcke aber auch lockere Hosen. Es bleibt alles eher zeitgemäß, aber mit der grundsätzlichen Überspitzung, die auch dem Film aus 2004 geholfen hat, die Zeit perfekt zusammen zu fassen.

Ich weiß, ich werde in 10 Jahren auf diesen Film gucken und mich genau daran erinnern was damals cool und trendy war. Und wer weiß, vielleicht gucke ich mit der gleichen Nostalgie Brille darauf zurück, wie ich es jetzt bei der 2004er Adaption tue.

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Quelle: Paramount

Ich kann die neue Umsetzung dieses Klassikers auf jeden Fall jedem empfehlen der Mean Girls, Musicals oder einfach nur gute und lustige Filme mag.

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Und haltet eure Augen auf, wo ihr Renee Rapp noch sehen werdet, weil ich verspreche euch, da wird noch einiges kommen.

Mean Girls – Der Girls Club läuft ab dem 25. Januar 2024 in den deutschen Kinos an.

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