Wir durften bereits eine Woche vor dem offiziellen Start den neuen Marvel Film Thunderbolts* sehen. Wir verraten euch hier ob das neue Kapitel im Marvel Cinematic Universe sich lohnt, natürlich ohne Spoiler.
Wir verraten euch auch zusätzlich, was ihr vorher gesehen haben solltet und natürlich, ob es sich lohnt nach den Credits noch sitzen zu bleiben.
Thunderbolts startet offiziel am 1. Mai in den deutschen und österreichischen Kinos, ist aber bei vielen Kinos auch bereits als Vorpremiere am 30. April schon im Programm.
Eine typische Marvel Geschichte?
In dem Film geht es um (Anti-) Helden, die uns seit einigen Jahren immer eher beiläufig begleitet haben. Yelena Belova, Black Widows Schwester, ist nach dem großen Verlust eben Dieser nicht nur sehr mitgenommen, sondern verliert auch immer mehr Lebensmotivation. Sie trifft auf einer anderen Mission auf andere bekannte Gesichter: Ghost auch bekannt als Ava Starr, John Walker, Bucky Barnes und ihren Vater Red Guardian. Durch eine ungewöhnliche Situation sind sie dazu gezwungen, zusammen zu arbeiten.

Auch gibt es einen ganz neuen Charakter, vorerst nur als Bob bekannt, welcher das ganze Konstrukt weiter prägt.

Neue Stimmen im Marvel Universum
Regie geführt wurde der Film von Jake Schreier, welcher damit seinen ersten Marvel Film erschuf. Nach diesem Film wird es aber sicher nicht sein letzter sein.

Doch nicht immer das Gleiche?
Bevor ich in diesen Film ging, sagte ich noch zu einem Freund, dass dies eh wieder das Gleiche sein wird, wie jeder Marvel Film: Diskussionen, Kampf, viel zu viele Cameos und ein 50 Minütiger Endkampf der nicht zu enden scheint. Aber ich wurde komplett überrascht. Nicht nur, dass wir dieses Mal überhaupt nicht mit irgendwelchen Auftritten überschüttet werden, die Action und Kampf Sequenzen sind zwar nicht wenig, aber dafür sinnvoll eingesetzt.

Und für mich das herausragendste: Die Thematik ist eine viel Ernstere. Mir wird endlich das Gefühl gegeben, dass das MCU endlich mit uns aufgewachsen ist. In diesem Film geht es viel um Depressionen, Trauma und auch Suizid. Es geht mit den Themen ernsthaft um, aber auch der Humor ist gut platziert.
Im Kino selber hatte ich anfangs das Gefühl, dass sich der Film ein wenig zieht, aber zum Ende hin ist diese Entscheidung absolut sinnvoll.

Die neue Schauspiel-Generation
Wenn es in diesem Film um eine Person geht, dann ist es Yelena. Und das ist auch optimal gewählt. Gespielt wird sie nämlich von Florence Pugh. Die erst 29-Jährige gilt schon seit 5 Jahren als große Oscar Anwärterin, wurde auch bereits 2020 als beste Nebendarstellerin nominiert, und macht ihrem Ruf alle Ehre. Es gibt sogar einige Szenen, da muss man klar sagen, dass durch ihre schauspielerische Leistung ihre Kollegen schlecht aussehen, ohne das sie es wirklich sind. Pugh ist eines der großen jungen Hollywood-Talente, die die älteren großen Stars ablösen werden. Und Marvel hat sich mit dieser Besetzung wirklich etwas Gutes getan.

Auch Lewis Pullman, der hiermit sein Marvel-Debüt feiert, spielt hier Bob. Pullman ist vor allem bekannt aus der Top Gun Fortsetzung Top Gun: Maverick, wo er auch einen Bob spielte. Ich verfolge ihn seitdem und bin froh über seine Erfolge. Alleine letztes Jahr erschienen 3 Filme mit ihm in großen Rollen. Und ich denke, nach dieser Rolle wird das Internet voll mit ihm sein. Auch wenn es sich nicht so anhört, Bob ist ein sehr komplexer Charakter, und genau das hat Lewis Pullman auch verkörpert. Vor allem im Zusammenspiel mit Florence Pugh kommen ihre gegenseitigen Stärken hervor.In diesem Film stechen also klar Hollywoods jüngere Gesichter hervor und darüber freue ich mich.

So viele Charaktere? Wo fange ich an?
Aber was muss man denn bei so vielen Charakteren und Handlungssträngen vorher gesehen haben? Meine klare Empfehlung: Captain America: Brave New World, da der Film stark an die Handlung des Films anschließt. Um Yelena, die hier klar als Hauptfigur positioniert wird, besser zu verstehen, kann ich auf jeden Fall noch Black Widow empfehlen. Klar, könnt ihr euch jetzt noch alle anderen Medien angucken, die die anderen Anti-Helden beinhalten, aber da das ja doch etwas kompliziert wird, empfehle ich euch, euch durch ein paar wiki Artikel zu den Charakteren zu klicken und euch ein wenig einzulesen. Aber: Betrachtet das ganze nicht als Pflicht, die euch den Spaß nimmt. Ihr werdet das Ganze auch so verstehen, ohne euch zu informieren, nur das reinfinden wird ein wenig länger dauern.

Wie lange muss ich noch sitzen bleiben?
Ich versichere euch, ihr seid nach dem Hauptfilm kurz so überwältigt, dass ihr automatisch bis zur Mid Credit Scene sitzen bleibt. Aber bitte auch bis nach dem Abspann sitzen bleiben, da gibt es doch noch einige interessante Sachen zu erfahren.

Lohnt es sich ins Kino zu gehen?
Ich kann euch nur sagen: Geht so früh wie möglich ins Kino. Bei Marvel Filmen allgemein gibt es nichts Besseres als die Kino-Erfahrung mit vielen Leuten und ich weiß, dass ihr da gegen Ende hin eine sehr gemeinsame haben werdet. Der Film ist keine Neuerfindung des Marvel Universums, aber wirft einen Blick in einen neuen Abschnitt von Marvel. Einen Erwachseneren und qualitativ Hochwertigeren. Das, was wir uns eigentlich alle gewünscht haben.
P.S.: Habt ihr euch eigentlich schon gefragt, wofür das Sternchen am Ende von Thunderbolts* steht?

Der Film erscheint offiziell am 1. Mai in den Kinos. Aber guckt auch mal bei euren lokalen Kinos ins Programm, viele zeigen ihn schon am 30. April als Preview.


Redakteurin bei DisneyCentral.de
Schon als Kind war bei Alina die heutige Disney Faszination abzusehen.
Geprägt durch einige Besuche im Disneyland Paris, Disneyland Kalifornien und Walt Disney World. Sogar eine sogenannte Disney-Ecke in Ihrem Zimmer, die sich aber ganz schnell in das ganze Zimmer verbreitet hatte. Seitdem ist Disney aus Ihrem Leben nicht mehr wegzudenken.
Alina begeistert sich hauptsächlich für die Geschichte der Parks und Filme, wobei natürlich auch neue Projekte nicht fehlen dürfen. Seit Mitte 2018 ist sie aktiv in der Disney Instagram Community unterwegs.


