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  • Der Kinohit des frühen Sommers ist nun endlich auch für das Heimkino erhältlich. In "Maleficent - Die dunkle Fee" sehen wir eine ganz neue Version von Aurora und Malefiz. Wir haben außerdem Interviews mit den Darstellern für euch. Klickt einfach auf weiterlesen...

    Sie sind skrupellos, rachsüchtig und schon jedes kleine Kind weiß: Vor Bösewichten wie Maleficent, Ursula, Scar oder Gaston sollte man sich besser in Acht nehmen! Ihre Auftritte in Kulthits von „Dornröschen“ über „Der König der Löwen“ bis hin zu „Die Schöne und das Biest“ sind legendär und dürfen in keiner Heimkino-Sammlung fehlen. Doch keine DVD-Reihe ist komplett ohne das aktuelle Abenteuer eines der bekanntesten Bösewichte aller Zeiten: MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE zieht die Fans ab sofort in ihren Bann.

    Die 2D und 3D Blu-ray Disc wartet mit zusätzlichen Szenen, den Features „Vom Märchen zum Kinofilm“, „Eine epische Schlacht“, „Maleficents Stil“ sowie den Extras „Aurora: Wie sie zur Schönheit wird“ und „Hinter den Kulissen von Maleficent“ auf. Des Weiteren beinhaltet die DVD die Kinofassung wogegen die beiden Blu-ray Versionen mit der 97-minütigen ungekürzten Fassung ausgestattet sind.

    Wir haben nur für euch Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur. Viel Spaß! Unter den Interviews seht ihr noch den Trailer zum Film.

    Interview mit Angelina Jolie (Maleficent) schrieb:


    Was hat Sie an der Rolle gereizt?
    Als kleines Mädchen liebte ich Maleficent. Sie war meine liebste Disney-Figur. Ich hatte Angst vor ihr, verehrte sie aber auch. Als ich Gerüchte hörte, dass ein Maleficent-Film geplant sei, fragte ich herum, um mehr darüber herauszufinden. Prompt bekam ich einen Anruf, ob ich interessiert sei, und ich sagte natürlich sofort Ja. Von der Idee war ich gleich begeistert. Ich war mir allerdings nicht sicher, ob sie sich auch umsetzen lässt. Wie macht man einen Film über jemanden, der ein Baby verflucht – was soll das für ein Genre sein? Ich sagte zwar zu, glaubte jedoch nicht, dass das Projekt tatsächlich zustande kommen würde. Aber dann klappte es doch.

    Was dachten Sie, nachdem Sie das Drehbuch gelesen hatten?
    Das Skript hat mich schon beim ersten Lesen gepackt – als wäre man einem großen Geheimnis auf der Spur. Wir alle kennen die Geschichte von Dornröschen, und wir alle kennen Maleficent und wissen, was bei der Taufe passiert, weil wir damit aufgewachsen sind. Aber was ist vorher geschehen? Das erfahren wir erst jetzt.

    Was dürfen wir von Ihrer Maleficent erwarten?
    Sie ist noch dieselbe böse Maleficent. Das habe ich schon als kleines Mädchen an der Zeichentrick-Maleficent geliebt: ihren boshaften Humor. Es macht ihr Spaß, fies zu sein, und sie genießt es in vollen Zügen. So ist es auch diesmal, und ich hoffe, dass alle Fans des
    Originals – wie ich selbst – zufrieden sein werden. Aber darüber hinaus erfährt man mehr über Maleficent und wie sie so böse geworden ist. Ich glaube, dass die Zuschauer die Taufe diesmal anders wahrnehmen werden. Denn mit dem Hintergrundwissen ist man bis dahin womöglich schon auf Maleficents Seite – sofern wir alles richtig gemacht haben. Es wäre sensationell, wenn uns das gelingt. Maleficent hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, ein großes Herz und strenge Prinzipien, was richtig und falsch ist. Doch dann kommt sie vom rechten Weg ab.

    Was haben Sie zu der Figur beigesteuert?
    Ich legte Wert darauf, dass Maleficents niederträchtiger Humor nicht verloren geht, denn es ist eine tolle Geschichte. Es ist das klassische Märchen mit neuem Dreh – und viel Herz. Das wollten wir betonen. Deshalb war es mir sehr wichtig, dass man sich mit Maleficent identifizieren kann. Beim ersten Lesen war ich sehr gerührt, also erzählte ich meinen Töchtern die wahre Geschichte von Maleficent. Am nächsten Tag geriet mein kleiner Sohn mit einem meiner Mädchen aneinander, weil er meinte: „Maleficent ist böse! Sie ist gruselig und böse.“ Meine Tochter konterte: „Du verstehst das nicht. Du hast ja keine Ahnung.“ Das fand ich hochinteressant. Wir würden doch alle gern sagen: „Du weißt eben nicht alles. Du kennst mich nicht wirklich, du siehst nicht das Gesamtbild.“ Als ich hörte, wie meine kleinen Mädchen Maleficent verteidigten, wünschte ich mir, dass Kinder Maleficent sehen und sie verstehen. Ich hoffe, dass vor allem Mädchen begreifen, wie wichtig Gerechtigkeitssinn und Fairness sind – zu wissen, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Sie sollen sehen, dass sie Kämpferinnen sein können, dabei aber weich, feminin und gefühlsbetont. Frauen sind eben komplexe Wesen.

    Sehen Sie Maleficent mit anderen Augen, nachdem Sie die Figur selbst gespielt haben?
    Meine Sicht veränderte sich während der Dreharbeiten ständig. Ich habe viel von ihr gelernt. Maleficent zählt auf jeden Fall zu den schwierigsten Rollen, die ich je gespielt habe. Denn sie ist zutiefst menschlich, obwohl sie gar kein Mensch ist. Einst war sie ein unschuldiges junges Ding. Wie viele junge Leute heutzutage engagiert sie sich für die Umwelt und Politik. Aber dann wird Maleficent hintergangen, sie verbittert und verliert ihre Humanität. Die muss sie erst wiederfinden. Sie zu verkörpern, war für mich viel schwerer, emotionaler und komplizierter, als ich erwartet hatte. Ein Teil von mir spielt gern große, amüsante Rollen, aber diese ist überlebensgroß. Maleficent ist ein bisschen verrückt, extrem dynamisch, ziemlich boshaft und hat viel Sinn für Humor – mehr geht nicht. Bei einer solchen Figur kann man keine halben Sachen machen.

    Welche Rolle spielt Stefan in der Geschichte, und wie verändert sich seine Beziehung zu Maleficent?
    Stefan ist ein Menschenjunge, den die kleine Maleficent im Moor trifft. Sie werden die besten Freunde. Doch als sie erwachsen werden, gehen ihr Weltbild und ihre Ansichten immer weiter auseinander. Beide werden – wenn auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten – sehr finstere Zeitgenossen und schließlich Feinde. Maleficent findet ihre menschliche Seite letztlich wieder, Stefan nicht.

    Erzählen Sie uns mehr über Diaval.
    Diaval ist am schwierigsten zu erklären. Er ist ein Vogel, den Maleficent als Kundschafter losschickt, aber sie kann ihn auch in einen Menschen und viele weitere Gestalten verwandeln, je nachdem, was sie gerade braucht. So ist diese Figur, die von Sam Riley gespielt wird, mal ein Vogel, ein Wolf, ein Pferd oder ein anderes Tier, das für ihre Zwecke geeignet ist. Ich glaube, dass gerade Kinder von Diaval begeistert sein werden, weil er so viele verschiedene Formen annehmen kann. Die beiden führen eine seltsame Beziehung.
    Anfangs kommandiert Maleficent ihn herum, doch er bietet ihr Paroli. Sie zanken sich oft. Wie ein schrilles altes Ehepaar sehen sie Aurora aufwachsen. Maleficent verachtet Aurora und alles, wofür sie steht. Diaval ist da etwas mütterlicher.

    Was sollen die Zuschauer aus dem Film mitnehmen?
    Alle, die an MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE mitgewirkt haben, möchten den Zuschauern das Gefühl geben, dass wir dem Klassiker Respekt zollen. Wer Disneys DORNRÖSCHEN liebt, soll in unserem Film alles wiederfinden, was ihm im Gedächtnis geblieben ist und was er an der Geschichte mochte. Aber wir sind noch einen Schritt weitergegangen und haben einen großartigen, ergreifenden Film gemacht. Wir hoffen, dass das Publikum mit Aurora, Maleficent, Stefan und allen anderen Figuren mitfühlt. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sie mag oder manchmal auch hasst. Hauptsache, es sind komplexe, gute Charaktere, die man gut zu kennen glaubt. Wir hoffen aber auch, dass wir die Zuschauer in eine Welt entführen, die sie so noch nie gesehen haben. Dazu gibt es Action-Sequenzen und alles, was sich das Publikum von einem Film wünscht. Ein richtig guter Film braucht Romantik, Action, spektakuläre Sets, eine mitreißende Geschichte, ein tolles Drehbuch und Überraschungen, damit er funktioniert.

    Erzählen Sie uns, wie Ihre Tochter in dem Film gelandet ist.
    Im Grunde gibt es im Film mehrere Auroras. Da wäre zunächst das Baby, mit dem ich ja auch Szenen habe. Ich versuchte, so freundlich wie nur möglich zu sein, aber mein Maleficent-Look macht Babys Angst. Dieses winzige, süße Baby erlitt also jedes Mal einen Schock, wenn es mich sah. Erst zog es die Stirn kraus und fing dann innerhalb von Minuten an zu schreien. Mehrere Crew-Mitglieder brachten ihre Kleinkinder mit ans Set, aber fast alle weinten und liefen vor mir davon. Da wurde uns klar: Die einzige Vierjährige, die wohl nicht vor mir wegrennen wird, ist meine eigene Tochter. Vivienne musste die Rolle übernehmen, denn kein anderes kleines Kind hätte mir erlaubt, es auf den Arm zu nehmen, weil ich so furchterregend aussah.

    Hat es Spaß gemacht, mit Vivienne vor der Kamera zu stehen?
    Sehr, aber es war auch harte Arbeit. Kinder wollen eine Szene einmal drehen und dann etwas anderes machen. Sie möchten nichts anhaben, was sie nicht tragen wollen, und sie haben keine Lust zu lächeln, wenn ihnen nicht danach ist. Aber Vivienne hatte letztlich viel Spaß – weil wir dafür gesorgt haben.

    Wer sind die drei Feen?
    Drei wundervolle, außergewöhnliche Schauspielerinnen spielen die Feen, die wir alle kennen. Jeder ist eine Farbe zugeordnet: Grün, Rosa und Blau. Das Gezicke zwischen Maleficent und den Feen ist sehr lustig. Maleficent kann die drei nicht ausstehen. Ich streite mich ständig mit ihnen – besonders mit Knotgrass, die von Imelda Staunton gespielt wird. Wie ich mit meinen Hörnern dastehe und durchdrehe und sie mich als kleine Fee anschreit – das ist definitiv einer meiner besten verrückten Film-Momente aller Zeiten! Die drei Feen sind köstlich. Sie sind das Comic-Relief-Element und der größte Spaßfaktor des Films.

    Wer ist Aurora im Film, und wie war die Zusammenarbeit mit Elle Fanning?
    Elle ist Aurora. Von unserer ersten Begegnung an war sie der reinste Sonnenschein. Eine wunderbare, liebenswerte, intelligente junge Frau. Außerdem ist sie eine fähige Schauspielerin und eine starke Persönlichkeit, was toll ist, denn Aurora ist mehr als ein Blumenkind. Sie ist elegant, bildhübsch, sensibel und liebevoll, dabei aber bodenständig. Eine beeindruckende junge Frau. Und Elle bringt alle diese Eigenschaften mit. Ihre Tiefsinnigkeit und ihr Schauspieltalent haben mich wirklich überrascht. Sie ist großartig.


    Interview mit Elle Fanning (Aurora) schrieb:


    Wer ist Aurora?
    Die meisten kennen sie als Dornröschen aus Disneys Zeichentrickfilm DORNRÖSCHEN. In unserem Film erfährt man mehr über sie. In der Zeichentrick-Version ist sie einfach ein hübsches Mädchen, das die meiste Zeit schläft. In MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE dagegen durchlebt Aurora ein Wechselbad der Gefühle, und wir sehen eine echte Persönlichkeit. Mir gefällt, dass sie ein solcher Freigeist ist. Da sie kein normales Leben führen konnte, ist sie für alles offen und entsprechend naiv und unverdorben. Gerade das macht sie so liebenswert und bezaubernd.

    Wie sind Sie zu dem Projekt gekommen?
    Ohne das Drehbuch vorher gelesen zu haben, traf ich mich mit Rob Stromberg, Linda Woolverton und Joe Roth. Erst bei diesem ersten Meeting erfuhr ich, worum es geht, und dass ich Dornröschen spielen würde. Eine Disney-Prinzessin! Damit wird für jedes Mädchen auf der ganzen Welt ein Traum wahr. Wir haben uns sofort gut verstanden, also gaben sie mir das Skript mit.

    Und wie war Ihre erste Reaktion, nachdem Sie das Drehbuch gelesen hatten?
    Es ist das klassische Märchen von Dornröschen, aber mit vielen Zusatzinformationen. Wir erfahren, warum das alles passiert, wie Maleficent so böse wird und was sie dazu treibt – denn niemand ist einfach nur so böse. Es gibt immer einen Grund dafür, und in unserem Film erfahren Sie, welcher Grund das ist.

    Wie haben Sie sich der Figur genähert?
    Da sie von so vielen Menschen geliebt wird, wollte ich versuchen, ihr gerecht zu werden. Dornröschen ist eine Ikone. Ich hoffte, dass ich ihr wahres Wesen zum Vorschein bringen könnte. Bevor die Dreharbeiten begannen, sah ich mir noch einmal den Zeichentrickfilm an. Vielleicht würde ich kleine Eigenheiten oder Angewohnheiten an Aurora entdecken, während sie im Wald lebt, und ihre kleinen Prinzessinnen-Merkmale. Diese Elemente wollte ich einbauen, zugleich aber einen echten Menschen aus ihr machen, nicht bloß eine eindimensionale Figur.

    Wer ist Maleficent?
    Wir kennen Maleficent als die böse, bedrohliche Fee mit den Hörnern, und so zeigen wir sie auch. Niemand könnte Maleficent besser verkörpern als Angelina Jolie. Sie ist einfach perfekt, wie sie aussieht und alles. Maleficent ist eine so starke Persönlichkeit, dass ich nie große Angst vor ihr hatte, wenn ich den Zeichentrickfilm sah. Ich fand sie eher elegant. Sie hat diese kantige Schönheit, von der ich immer fasziniert war. Diese Seite von Maleficent zeigen wir ebenfalls. Ja, sie ist stark und mächtig, aber man möchte sie die ganze Zeit ansehen, weil man mehr über sie wissen will.

    Wofür steht Aurora Ihrer Meinung nach?
    Sie symbolisiert das Licht. Wir haben in unserem Film Finsternis und Helligkeit – konträre Gegensätze also, die aber wunderbar harmonieren. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich
    an. Aurora ist ein glückliches Mädchen, aber sie erlebt im Film auch Tragisches. Man muss sich das mal vorstellen: Sie wächst in einer Waldhütte bei drei Frauen auf, die sie für ihre Tanten hält, die in Wirklichkeit aber Feen sind. Man hat ihr erzählt, dass sie weder Mutter noch Vater hat, und das Thema Familie ist tabu. Man könnte Mitleid mit Aurora haben, weil sie ihr Leben lang von der echten Welt ferngehalten wurde. Im Verlauf der Handlung entdeckt sie, wer sie wirklich ist und woher sie kommt. Sie muss erfahren, dass man ihr 16 Jahre lang etwas vorgemacht hat. Das ist natürlich hart für sie.

    Wer sind die Feen?
    Das sind Thistlewit, Flittle und Knotgrass. Sie geben sich als Auroras Tanten aus, die für ihre Erziehung verantwortlich sind. Im Film sieht man die drei sowohl in voller Lebensgröße wie auch als winzige Feen, die durch die Luft fliegen. In ihrer menschlichen Gestalt – wenn sie sich um das Baby Aurora kümmern – müssen sie sich als Bäuerinnen tarnen, was ihnen überhaupt nicht liegt. Die drei ziehen ihre Flügel und putzigen Kostüme vor. Sie sind sehr witzig und spielen das grandios. Alle drei verleihen dem Film eine große Portion Humor, was auch unbedingt nötig ist. In ihrer Heimat im Moor haben die Feen bestimmt nicht gelernt, wie man mit einem Kind umgeht. Aber sie tun ihr Bestes. Eigentlich haben sie keine Lust, Aurora zu betreuen. Aber König Stefan hat es ihnen befohlen, also gehorchen sie widerwillig.

    Wer ist König Stefan?
    König Stefan ist Auroras Vater, was sie aber erst später herausfindet. Zu Beginn des Films sehen wir zunächst den jungen Stefan und erfahren seine Geschichte – wie er so böse wird und auch, warum Maleficent so böse wird. Aurora lernt Stefan erst später kennen und erfährt, dass er ihr Vater ist. Und er reagiert darauf keineswegs so, wie Aurora es sich wünscht.

    Wer ist Diaval?
    Diaval ist Maleficents Rabe. In unserem Film sehen wir ihn aber auch als Mann, denn Maleficent verwandelt ihn mehrfach. Als Aurora noch klein ist, spielt sie mit Diaval, dem Raben. Als sie dann älter wird, trifft sie ihn in menschlicher Gestalt. Diaval nimmt viele verschiedene Formen an. Jedenfalls hat er Aurora sehr gern – genau wie Maleficent. Sie will es nur nicht zugeben.

    Erzählen Sie uns von dem Prinzen.
    Es gibt auf jeden Fall eine tolle „Liebe auf den ersten Blick“-Szene, wenn er Aurora im Wald trifft. Die Liebe auf den ersten Blick gehört einfach zu jedem Märchen dazu, und wir haben sie drin.

    Was bewegt Aurora dazu, fortzugehen und ihren Vater zu suchen?
    Die Ereignisse überschlagen sich, als Aurora ein Teenager wird. Die Feen verraten, dass sie sehr wohl einen Vater hat. Aurora ist geschockt. Dann erzählen die Feen ihr auch noch von dem Fluch. Das alles ist für Aurora schwer zu ertragen. Also macht sie sich auf den Weg zum Schloss, um ihren Vater zu finden.

    Und wie reagiert Stefan darauf?
    Nicht gerade erfreut, wie Aurora es sich erhofft hatte. Sie ist überglücklich, ihn endlich kennen zu lernen, doch er weist sie ab. Stefan ist mit anderen Dingen beschäftigt. Und so schließt er Aurora in einem Zimmer ein und befiehlt ihr, sich nicht von der Stelle zu rühren, was ziemlich grausam ist. Solch herrisches Verhalten ist Aurora nicht gewöhnt. Sie plant ihre Flucht…

    Erzählen Sie uns von der Arbeit mit Angelina Jolie.
    Es war unglaublich! Wir haben uns in London kennen gelernt, in den Pinewood Studios, wo wir Haar- und Make-up-Tests machten. Ich blickte mich um – und da war Angelina. Wir waren uns vorher noch nie begegnet, aber Angelina nahm mich gleich in die Arme und meinte, dass wir sicher viel Spaß zusammen haben würden. Und den hatten wir. Es war großartig.

    Wie war es, Angelina Jolie zum ersten Mal in ihrem Maleficent-Kostüm zu sehen?
    Eines Tages kam ich ans Set, wo Angelina gerade eine Szene drehte. Sie trug ihre Kontaktlinsen, die Hörner und die künstlichen Wangenknochen. Ich wusste vorher nicht, wie sie im Film aussehen würde und brauchte einen Moment, um den Anblick zu verarbeiten. Ihr Look ist sehr dramatisch. Als ich gemeinsam mit ihr vor der Kamera stand, gewöhnte ich mich daran. Wenn ich Angelina dann wieder ohne Maske in natura sah, dachte ich: Augenblick mal, so siehst du doch gar nicht aus.

    Wie war die Schlammschlacht mit Sam Riley?
    Das war ein lustiger Drehtag. Es war übrigens meine erste Schlammschlacht. Der Schlamm hatte allerdings eher die Konsistenz von Lehm oder einer Gesichtsmaske – unsere Haut war danach jedenfalls ultraweich. Also, wir haben uns einfach aufeinander gestürzt. Ich stand im Teich, planschte herum und bewarf alle mit Schlamm. Auch Sam musste sich so richtig dreckig machen. Ein Riesenspaß!

    Was macht den Reiz dieses Disney-Films aus?
    Es ist für jeden etwas dabei, für Jungen wie Mädchen, und auch für Erwachsene. MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE ist so vielschichtig, dass Sie das Kino mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen werden. Es ist eine Achterbahn der Gefühle. Und die Optik ist überwältigend, denn Robert Stromberg kreiert wirklich magische Sets. Ich kann es kaum erwarten, den fertigen Film zu sehen.

    Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie zum ersten Mal ins Studio kamen?
    Es gibt in Pinewood einen Raum, dessen Wände mit Bildern tapeziert sind: wie Rob Stromberg sich die einzelnen Szenen vorstellt, wie die vielen verschiedenen Kreaturen aussehen. Als ich diesen Raum betrat, war ich schwer beeindruckt. Da begreift man erst, wie diese Märchenwelt aussehen wird. Ich finde es wunderbar, wie detailverliebt die Sets sind. All diese vielen Kleinigkeiten machen den Film umso einzigartiger.

    Und wie war die Zusammenarbeit mit Regisseur Robert Stromberg?
    Robert war sehr nett zu mir, wir haben uns super verstanden. Er ist ein witziger Typ und sorgt am Set für lockere Atmosphäre. Und er legt gern selbst Hand an, was ich ihm hoch anrechne. Wenn zum Beispiel ein Ast nicht an der richtigen Stelle sitzt, steigt er selber hinauf und stellt sicher, dass er sich perfekt ins Bild fügt. Wir haben ein paar Tage geprobt und sind sämtliche Schlüsselszenen zwischen den Protagonisten durchgegangen. Wir sprachen über jede Figur und ihre jeweilige Beziehung zu den anderen. Mit Rob kann man immer reden und auch eigene Ideen einbringen, was toll ist. Es war ihm wichtig, dass sich alle miteinander wohlfühlen. So kann man sich ganz auf seine Rolle und seine Film-Beziehung zu den anderen konzentrieren, sobald die Kamera läuft.

    Was haben wir am Ende des Films über Aurora erfahren?
    Wir begleiten Aurora auf einer bewegten Reise. Sie durchlebt alle Höhen und Tiefen, ist mal glücklich, mal traurig – und am Ende sehen wir sie, wie sie wirklich ist. Ich glaube, das wird ein schöner Anblick.

    Und Sie sind sogar abgehoben.
    Stimmt. Ich lag in der Horizontalen und hing an drei verschiedenen Takelagen. Das Team musste eine Menge Schaumabdrücke machen, damit mein Körper in der exakt richtigen Position war, wenn ich schwebte. Hat Spaß gemacht.

    Worin bestand für Sie die größte schauspielerische Herausforderung?
    Aurora schläft zwangsläufig viel. Ich durfte mich also nicht rühren, darauf musste ich insbesondere bei langen Szenen achten. Meine Augenlider durften nicht zucken. Ich musste innere Ruhe finden, um mich völlig zu entspannen und einfach stillzuhalten. Das war nicht leicht.

    Was möchten Sie den vielen Mädchen sagen, die Sie als Dornröschen bewundern?
    Für mich ist ein Traum wahr geworden. Schon die erste Kostümprobe, die Haare – es war von Anfang an etwas ganz Besonderes, in die Rolle einer echten Ikone zu schlüpfen.


    Interview mit Sam Riley (Diaval) schrieb:


    Wie würden Sie Ihre Rolle, als Maleficents Wegbegleiter Diaval, beschreiben?
    Man weiß nicht viel über seinen Werdegang, aber er ist ziemlich stolz, man könnte fast sagen eitel. Maleficent setzt ihn ein, um an Orte zu kommen, wo sie nicht hin kann. Dann fliegt er los und spioniert für sie. Doch ihre Beziehung entwickelt sich. Diaval fängt offensichtlich an, Gefühle für sie zu hegen und er ist der Einzige, der zu ihr durchdringt, wenn sie ein bisschen durchdreht. Er weiß, was sie denkt und welche Knöpfe man bei ihr drücken muss. Ich komme ja nur ins Spiel, wenn Maleficent Diaval in einen Menschen verwandelt, aber dafür nehme ich auch die Gestalt einiger cooler Kreaturen an: ein Wolf, ein Drache und ein Pferd.Alle Tiere, in die sich Diaval verwandelt, und auch meine menschliche Gestalt, tragen noch Spuren des Vogels in sich. Als Mensch hat Diaval immer noch hier und dort ein paar Federn und auch die Nase sieht ein wenig schnabelartig aus. Zu guter Letzt trage ich auch noch ganz schwarze Kontaktlinsen und mein Haar ist schwarz mit ein paar eingeflochtenen Federn.

    Woher haben Sie die Inspiration für Ihre Rolle genommen?
    Ich habe mich bei verschiedenen Quellen bedient. Die Filmemacher hatten die Idee, dass alle Tiere des Märchenwaldes keltischer Herkunft seien, schottisch oder irisch. Der irische Akzent hat dem ganzen etwas Verspieltes gegeben. Außerdem traf ich mich mit Bewegungsexperten in Berlin, wo ich lebe, und in London. Sie halfen mir dabei, Raben und ihr Verhalten zu studieren. Das waren einige der peinlichsten Stunden einer Rollenvorbereitung, die ich je durchgemacht habe – ich musste durch einen riesigen Raum rennen, mit meinen Armen herumwedeln, komische Geräusche machen und generell einfach schrecklich peinliches Zeug tun. Aber sobald man diese Scham überwunden hat und einmal niemand zuschaut, hat man später auch kein Problem damit, seltsame Sachen vor 50 Leuten zu machen. Natürlich konnte ich nicht all das Gelernte umsetzen, aber einige kleine Tricks und Haltungen fand ich ziemlich nützlich. Raben sind faszinierende Wesen und ehrlich gesagt ganz schön groß und einschüchternd. Ich durchlief beim Look von Diaval einige Entwicklungsphasen. Zuerst sah ich viel älter aus, hatte einen weißen Bart und eine größere Nase. Diesen doch sehr extremen Look haben wir nach und nach abgesoftet zu dem, was man jetzt sieht. Ich trage schwarze Kontaktlinsen und das Haar ist schwarz mit eingeflochtenen Federn. Aber mit diesem Look bin ich jetzt sehr zufrieden – zumindest erkennt man mich. Meine Mutter kann sagen, dass ich das bin im Film und die Leute werden es ihr hoffentlich glauben.

    Hilft Diaval dem Publikum dabei, sich mit Maleficent zu identifizieren?
    Ja, denn dadurch wird sie weniger eindimensional und darum geht es schließlich. Das war es auch, was Angelina Jolie an dieser Rolle interessiert hat. Maleficent ist eine faszinierende Frau und Diaval versucht, die Person hinter Maleficents Fassade hervorzubringen.

    Erzählen Sie von der Besetzung des Films.
    Die ist einfach perfekt! Das war das Großartige bei der gesamten Besetzung. Angelina ist einfach die Idealbesetzung und man kann sich keine andere Schauspielerin von heute in dieser Rolle vorstellen. Die Tatsache, dass sie ist, wer sie ist, verleiht dem Part zusätzliche Größe. Elle ist ja ein wenig ätherisch und passt ebenso toll. Sharlto ist eigentlich nicht der typische Märchenprinz, aber er hat eine ziemlich unangepasste Persönlichkeit und ist in dieser Rolle absolut furios. Den jungen Brenton Thwaites könnte man sich gar nicht anders als in der Rolle des Prinz Charming vorstellen, er ist so ein schneidiger junger Kerl.

    Wie lief es in der Maske für Sie?
    Ich brauchte jeden Morgen ziemlich viel Zeit, um zu Diaval zu werden. Es erfordert viel Vorbereitung. Bevor der Drehtag um acht oder neun Uhr beginnt, hilft mir ein ganzes Team dabei, fertig zu werden. Es dauert etwa fünf Stunden, um alles anzubringen und zu schminken. Das ist recht fordernd.

    Wie naturgetreu sind die Sets?
    Das wirkt so unglaublich echt! Die Studiokulissen sind immens und in den Außenkulissen sprudeln sogar Wasserfälle durch die Felsimitate. Dort steht sogar eine echte strohgedeckte Hütte. Es ist unfassbar, welcher Aufwand und welches Können da reingesteckt werden! Ich finde die Arbeit im Studio irre – das hatte ich ja noch nie gemacht – und genieße es, zu sehen, wie die einzelnen Abteilungen es schaffen, sich zu koordinieren und das Ganze zum Laufen zu bringen.
    Es ist ja nicht so, als stünde man in einem Studio mit blauen Wänden und blauem Boden. Das ist alles recht handfest, man kann es anfassen. Und überall gibt es Dinge, die einem das Gefühl vermitteln, an einem magischen Ort zu sein. Es fasziniert mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich ins Studio komme.

    Wie war die Arbeit mit Regisseur Robert Stromberg?
    Robert hat es echt drauf. Er weiß genau, was er sich von einer Szene erwartet und man merkt, dass er eine präzise Vorstellung davon hat, wie alles zusammenpasst. Zudem ist er sehr gut darin, Dinge zu erklären, die man nicht sieht. Er kann mit dem Druck gut umgehen und hat alles in seinem Kopf zurechtgelegt.

    Was waren die Herausforderungen bei dieser Rolle?
    Die Figur des Diaval entwickelte sich nach und nach. Zuerst waren die Leute etwas skeptisch, wie weit man die Beziehung zwischen Diaval und Maleficent treiben konnte. Die Vorstellung eines Vogelmannes mit einer Hexe erschien etwas abwegig. Aber im Lauf der Entwicklung der Figur während des Drehs haben wir einfach herumprobiert und mehr Varianten ausprobiert, als bei einer normalen Charakterdarstellung. Manchmal verlangte man von mir mehr Übertreibung, dann wieder sollte ich es dezenter angehen, um die Darstellung realistischer zu gestalten.

    Was werden die Zuschauer aus diesem Film mitnehmen?
    Es ist klassisches Entertainment. Ich denke den Leuten wird die emotionale Ebene gefallen, aber auch die beeindruckende Größe und Vision dieser Produktion, die dramatische Story und die Spannung. Man darf sich ganz klassisch auf Actionszenen, Magie und Romantik freuen und die Kinder werden das mögen, auch wegen der magischen Bildwelten. Aber auch die Erwachsenen, die die Technik von AVATAR fasziniert hat und die sich gleichzeitig auf hohem Niveau unterhalten lassen möchten, sind bei MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE richtig. Denn Disney kann das besser als irgendwer sonst – all das gibt es in rauen Mengen.


    Interview mit Robert Stromberg (Regie) schrieb:


    Wie sind Sie auf das Projekt aufmerksam geworden und wie war Ihr erster Eindruck?
    Mein Vater ging früher oft mit uns ins Kino, wenn Disney-Klassiker wie DORNRÖSCHEN wiederaufgeführt wurden. Ich erinnere mich auch gut an PINOCCHIO (PINOCCHIO, 1940), SCHNEEWITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE (SNOW WHITE AND THE SEVEN DWARFS, 1937) und ASCHENPUTTEL (CINDERELLA, 1950). Ich war immer ein Disney-Fan. Die Zeichentrickfilme und meine glücklichen Erinnerungen daran sind ein Grund dafür, dass ich ins Filmgeschäft wollte. Ich kannte DORNRÖSCHEN also schon ewig. Aber ich hätte mir niemals träumen lassen, dass ich eines Tages selbst die Adaption eines Disney-Klassikers inszenieren würde. Von MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE erfuhr ich durch den Produzenten Joe Roth, der mich kontaktierte. Wir hatten bereits bei DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ (OZ THE GREAT AND POWERFUL, 2013) und ALICE IM WUNDERLAND (ALICE IN WONDERLAND, 2010) zusammengearbeitet und kennen uns seit vielen Jahren. Wir hatten schon früher über ein Regieprojekt für mich gesprochen. Joe dachte wohl, dass ich gut mit Schauspielern kann und Ideen beisteuern könnte, die über das Szenenbild hinausgehen. So kam der Stein ins Rollen. Ich setzte mich mit Joe zusammen und wir sprachen über die Möglichkeiten einer Umsetzung. MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Es war nur konsequent, den nächsten Schritt zu wagen.

    Hatten Sie keine Zweifel, dieses Projekt zu übernehmen?
    Mich hat noch nie ein Filmprojekt nervös gemacht. Als Künstler sucht man immer nach der größtmöglichen Leinwand, und diese war gigantisch. Ein Projekt zu stemmen, das größer war als alles, was ich bislang gemacht hatte – das machte gerade den Reiz aus.

    Welche neuen Aspekte bietet die Geschichte?
    Wir erfahren Maleficents Vorgeschichte, woher sie stammt und was sie so weit getrieben hat. Hier sehen wir Maleficent als Kind und was sie dazu gebracht hat, auf die dunkle Seite zu wechseln.

    Können Sie uns mehr über Maleficent und ihre Entwicklung verraten?
    Die Autorin Linda Woolverton und ich wollten mit Maleficents Kindheit einsteigen. Gleich zu Anfang erleben wir aus nächster Nähe mit, wie sie Stefan, gespielt von Sharlto Copley, trifft. Stefan und die junge Maleficent werden enge Freunde. Im Verlauf des Films beobachten wir dann ihre tragische Entwicklung: Die beiden überwerfen sich und werden mit der Zeit Feinde.

    Waren Sie glücklich mit Angelina Jolies Besetzung?
    Angelina ist perfekt für die Rolle – für mich der genialste Casting-Coup seit langem. Man braucht sich nur Angelinas Foto und ein Bild von Maleficent anzusehen, das passt einfach perfekt. Mit Joe Roth und Disney stehen tolle Produzenten hinter mir, dazu das wundervolle Drehbuch und eine der besten Schauspielerinnen der Welt in der perfekten Rolle – was habe ich für ein Riesenglück. Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit und darauf, mit allen zusammen den Film und seinen Stil zu gestalten. MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE und ihre wahre Geschichte werden dem Publikum Spaß machen. Es gibt düstere, aber auch heitere Elemente und Humor in diesem Film. Da ist für jeden etwas dabei.

    Wie war es, Angelina Jolie bei der Arbeit zuzusehen?
    Angelina arbeitet hart und ist sehr engagiert. Sie hat sich diese Rolle völlig zu eigen gemacht. Es ist großartig, die Figur mit jemandem gemeinsam auszuarbeiten, der so viel Leidenschaft mitbringt. Angelina stürzte sich bereitwillig in die Arbeit und hat sich wirklich in Maleficent verwandelt.

    Erzählen Sie uns mehr über Stefan.
    Wir lernen den Menschenjungen Stefan gleich zu Beginn des Films kennen. Er schleicht sich heimlich ins Moor, wo Maleficent lebt. Die beiden freunden sich an. Doch Stefan ist von Machtgier getrieben, während Maleficent ihre Heimat im Moor niemals verlassen würde. Sie ist für den Schutz aller Wesen verantwortlich, die hier leben. Stefan dagegen macht sich auf den Weg zum Schloss des Königs und startet seinen privaten Feldzug für Einfluss, Wohlstand und Geld. Ihre völlig gegensätzlichen Prinzipien entzweien die beiden, und Stefans Ehrgeiz zerstört ihre Freundschaft. Er betrügt Maleficent. Als Stefan schließlich König über die Menschenwelt wird, muss er sich Maleficents Zorn stellen. Das bedeutet Krieg.

    Ist das Verhältnis der beiden nachvollziehbar?
    Absolut. Es kommt zu einer Tragödie, denn Stefan trifft eine Entscheidung, die Unglück und Rachsucht nach sich zieht. Auf der anderen Seite verfolgen wir Maleficents Weg, was sie unternimmt und woran sie glaubt. Am Anfang haben beide dieselben Ziele, aber dann gehen sie völlig verschiedene Wege. Das ist sehr spannend.

    Welche Rolle spielt Aurora in diesem Konflikt?
    Aurora ist wundervoll – sie ist das Herz des Films. Alles dreht sich um sie und ihr Verhältnis zu Maleficent, das sich in unserem Film überraschend entwickelt. Aurora ist zwar Stefans Tochter, aber durch Maleficents Fluch werden sie getrennt. Wenn das keine Ironie des Schicksals ist! Aurora ist also der Dreh- und Angelpunkt unserer Geschichte.

    Waren Sie erfreut, als Elle Fanning zusagte?
    Elle ist fantastisch und ich habe größten Respekt vor ihr. Sie ist nicht nur bildhübsch, sondern auch eine sensationelle Schauspielerin. Elle hat eine große Zukunft vor sich, und es ist eine Freude, mit ihr zu arbeiten. Sie zaubert jedem Mitarbeiter am Set ein Lächeln aufs Gesicht.

    Und Sharlto Copley?
    Sharlto ist mit Leib und Seele Schauspieler, er geht völlig in seiner Rolle auf – ähnlich wie Angelina. Wir haben jeden Tag an seiner Filmfigur gearbeitet. Maleficent ist eine klar umrissene Figur, Stefan hingegen wird vor allem durch seine Beziehung zu Maleficent definiert. Für ihn muss die Richtung etwas mehr vorgegeben werden. Aber Sharlto ist sehr professionell und hochtalentiert. Es war ein Gewinn, ihn dabei zu haben.

    Und was hat es mit Diaval auf sich?
    Diaval, der von Sam Riley gespielt wird, ist quasi Maleficents Gewissen. Er bringt sie auf den richtigen Weg zurück. Diaval kommt zu Maleficent, als sie sich auf dem Tiefpunkt befindet. Neben Aurora ist er der andere Protagonist, der Maleficent aus ihrem schwarzen Loch heraus holt. Diaval ist also ein wichtiger Part, denn er lenkt Maleficent, er versteht sie und sagt ihr, was sie tun soll. Sam Riley ist wirklich begabt. Ich finde alles toll, was er macht. Er sorgt am Set für viel Spaß, bleibtt dabei aber stets professionell.

    War es schwierig, Maleficents Look hinzubekommen?
    Jeder weiß, wie Maleficent aussieht. Ihr Bild hat sich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt. Angelina hatte nicht nur zu Maleficents Charakter, sondern auch zu ihrem Look genaue Vorstellungen. So haben wir zusammen eine Figur geschaffen, die nicht einfach nur ein Abklatsch ist, aber trotzdem großen Wiedererkennungswert hat. Wir begleiten Maleficent durch verschiedene Lebensphasen, in denen sie natürlich auch unterschiedlich aussieht – bis wir sie schließlich als die Kult-Maleficent sehen, die wir alle kennen.

    Haben Sie das Gefühl, dass Sie dem Disney-Klassiker gerecht geworden sind?
    Ja, durchaus. Natürlich war es mir wichtig, genug Vertrautes aus DORNRÖSCHEN von 1959 beizubehalten, damit die Fans des Originals nicht enttäuscht werden. Das Publikum soll den Klassiker in einem ganz neuen Licht sehen und die Hintergründe der Geschichte erfahren, die sie aus dem Zeichentrickfilm kennen. Man lernt Maleficent von einer neuen Seite kennen, aber gleichzeitig haben wir genug Elemente aus DORNRÖSCHEN eingebaut, die das Publikum sofort wiedererkennen wird.

    Wie passen die drei Feen ins Bild?
    Lesley Manville, Imelda Staunton und Juno Temple spielen unsere guten Feen. Mal sind sie in voller Lebensgröße zu sehen, mal flattern sie – dank modernster CGI-Technologie auf 50 Zentimeter geschrumpft – durch die Gegend. Technisch ist das State of the Art. Aber vor allem sorgen diese grandiosen Schauspielerinnen für Witz, damit es nicht zu düster wird. Die drei Feen treiben nicht nur die Handlung voran, sie sind unser Comic-Relief-Element.

    Wie haben Sie die Film-Welt von MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE kreiert?
    Ich wollte nicht nur Fantasy-Elemente und eine surreale Anmutung, MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE sollte eher realistisch wirken. In einigen meiner früheren Arbeiten standen die surrealen Elemente im Vordergrund und prägten entsprechend den Film. In MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE gehen wir es umgekehrt an: Wir verankern die Geschichte in der Realität und fügen erst dann märchenhafte Elemente hinzu. Dadurch entsteht ein völlig neuer Look. Als Inspiration sah ich mir in erster Linie klassische Gemälde von Künstlern des 17. und 18. Jahrhunderts an, auch die Vertreter der Hudson River School (Gruppe amerikanischer Landschaftsmaler, vor allem Mitte des 19. Jahrhunderts aktiv; stilistisch den Impressionisten und der Düsseldorfer Schule verwandt) und deren idealistisch überhöhte Landschaften. Ich wollte genau diesen klassischen, realistischen Look, um ihn dann zu verfremden. Das Ergebnis ist ziemlich edel und schön anzusehen, aber mit einem Hauch Fantasy-Atmosphäre.

    Worin bestand für Sie die größte Herausforderung?
    Glücklicherweise kann ich auf einige große Projekte zurückblicken. Insofern war ich nicht nervös, sondern im positiven Sinne aufgeregt – auch was die Arbeit mit Angelina Jolie angeht. Ich habe unglaubliches Glück, dass ich ein Projekt dieser Größenordnung übernehmen darf. Also nutze ich meine Chance und mache den bestmöglichen Film, der dem Publikum hoffentlich eine neue Welt erschließt.

    Und was hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?
    Die Tauf-Szene. Die Zuschauer werden nicht enttäuscht sein! Die Taufe ist ja eine der berühmtesten Szenen mit Maleficent. Die Fans des Originals werden Spaß an unserer Version haben. Mir persönlich hat die Arbeit mit den Schauspielern generell großen Spaß gemacht, denn ich habe dabei neue Ausdrucksformen entdeckt. Alles hängt zusammen, die Schauspielleistungen sind Teil des Gesamtkunstwerks. Hier konnte ich zum ersten Mal mit der gesamten Farbpalette arbeiten, und das macht mich sehr glücklich.

    Was soll das Publikum aus MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE mitnehmen?
    Ich hoffe, dass die Zuschauer nicht nur bestens unterhalten werden, sondern in eine Welt und in eine Geschichte eintauchen, die sie nur ungern wieder verlassen.




    MALEFICENT – DIE DUNKLE FEE ist die bisher noch nie erzählte Geschichte von Maleficent, der bösen Fee aus dem Disney-Klassiker DORNRÖSCHEN. Es ist die Geschichte des Verrats, der ihr reines Herz einst zu Stein verwandelt hat. Auf Rache sinnend versucht sie mit allen Mitteln ihr Reich aus Moor und Wald zu beschützen und belegt schließlich Aurora, das neugeborene Kind des Königs, mit dem grausamen Fluch, den wir alle kennen: Noch vor ihrem 16. Geburtstag wird Aurora sich an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen. Als die Königstochter allerdings über die Jahre heranwächst, erkennt Maleficent nach und nach, dass Aurora selbst der friedenbringende Schlüssel zu allem ist – auch zu ihrem eigenen Glück.

    Neben Angelina Jolie (SALT, LARA CROFT, DURCHGEKNALLT, DER FREMDE SOHN) glänzen in weiteren Rollen Sharlto Copley (DISTRICT 9), Elle Fanning (SUPER 8, SOMEWHERE), Sam Riley (UNTERWEGS – ON THE ROAD), Imelda Staunton (VERA DRAKE), Juno Temple (ABBITTE, DIE DREI MUSKETIERE) und Lesley Manville (LÜGEN UND GEHEIMNISSE). Als Produzent fungiert Joe Roth (SNOW WHITE & THE HUNTSMAN, ALICE IM WUNDERLAND), als Drehbuchautorin Linda Woolverton (DER KÖNIG DER LÖWEN, DIE SCHÖNE UND DAS BIEST) und als ausführende Produzenten zeichnen Angelina Jolie, Don Hahn, Palak Patel, Matt Smith, und Sarah Bradshaw verantwortlich.
    Quellen
      • The Walt Disney Company Germany

Kommentare 1

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    Ich mag den Film sehr gern. Aber wieso bringr disney neuerdings ihre dvds nicht mehr in blauer hülle sonder in durchsichtiger hülle raus. ? War beim dornröschen auch so im september. ???????