Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Bei so viel geballter Star-Power wie in ANT-MAN ist man natürlich besonders neugierig, wie es zwischen den Darstellern hinter den Kulissen ablief. Gut, dass Michael Douglas, Paul Rudd und ihre Kollegen nun aus dem Nähkästchen plaudern.


    So erzählt Michael Douglas augenzwinkernd, dass er Paul Rudd um seine Rolle als Ant-Man beneidete, da dieser weniger technik-lastigen Text und dazu die weitaus lustigeren Sprüche hatte. Im Bezug auf Michael Douglas sind sich alle Cast-Mitglieder einstimmig klar: Mit einer lebenden Legende wie ihm zu drehen, war etwas Besonderes.

    Beeindruckt war Paul Rudd auch von Evangeline Lilly: „Evangeline ist ein sportliches Naturtalent“, schwärmt Rudd über die Kampfkunst seiner Kollegin. „Sie ist generell ziemlich tough und könnte das im Film Gezeigte in der Realität wahrscheinlich ziemlich gut umsetzen. Mir haben die Kampfszenen Spaß gemacht, denn es ist einfach lustig, so zu kämpfen.“ Wenn man sie im Film in Aktion sieht, verzeiht man ihr auch schnell, dass sie ein totaler Marvel-Neuling ist und vor dem Dreh so gut wie keine Ahnung von den Comics oder Filmen hatte.

    Viele weitere interessante Fakten verraten die Stars aus ANT-MAN jetzt in den Interviews anbei.

    ANT-MAN startet morgen in den deutschen Kinos!

    Wenn ihr noch nicht mitgemacht habt, dann nehmt noch schnell an unserem Facebook-Gewinnspiel teil und gewinnt eins von zwei tollen Ant-Man-Fanpaketen! Alle Infos zum Gewinnspiel hier.

    Hier ist noch einmal der Trailer für euch:



    Paul Rudd schrieb:


    In Marvel’s ANT-MAN übernimmt der vielseitige Paul Rudd die Rolle des Profi-Einbrechers Scott Lang, der unter den Fittichen seines Mentors, des Original Ant-Man Hank Pym, zum Superhelden wird.

    F: Sie haben auch am Drehbuch mitgeschrieben. Wird der Film dadurch für Sie persönlicher?

    A: Sobald man am Skript mitschreibt erhält man natürlich viel tiefere Einblicke in die Charaktere, denn man denkt ja über deren Motivation nach, ihre Charakter-Entwicklung und die Auswirkung verschiedener Aktionen auf die anderen Figuren. Heute verstehe ich die Zusammenhänge viel besser als damals, als ich für das Projekt zusagte und noch nicht am Skript beteiligt war.


    F: Das Schreiben ist also eine Art Charakter-Recherche.

    A: Ja, ich habe das Gefühlt, die Geschichte besser und zu kennen und einzelne Szenen in aller Tiefe zu verstehen. Nachdem Marvel gerne verschiedene Herangehensweisen ausprobiert, ist es gut, wenn die Basis stimmt, zumindest sehe ich das so. hier ist nichts in Stein gemeißelt. Man hat eine Vorgabe, von der man jedoch genauso gut abweichen kann.


    F: Hat sie die organische Herangehensweise von Marvel überrascht?

    A: Überrascht ist vielleicht nicht das richtige Wort. Ich habe schon früher viel mit Improvisation gearbeitet. Plötzlich kommen Zweifel auf oder verschiedene Story-Ideen und man wundert sich, woher das kam. Und das kam immer von er Dynamik am Set, von Produzent Kevin Feige oder dem Rest des Marvel-Teams, die ein ganzheitlicheres Bild im Kopf hatten als ich. Also habe ich einfach mitgemacht und geschaut, wohin die Reise ging. Üblicherweise macht man sowas bei Filmen mit kleinerem Budget – bei so einer großen Produktion kannte ich diese Arbeitsweise bislang nicht.


    F: Sind die Effekte heutzutage so flexibel, dass man am Set etwas freier agieren kann?

    A: Ja, ich denke das ähnelt etwa dem Synchronisieren eines Zeichentrickfilms oder einer anderen Produktion, wo man nicht die Figur nicht durchdringen kann. Alle, die für Marvel arbeiten, haben das Gefühl, dass dabei nur die Qualität des Films zählt. Dabei scheut man nicht vor kreativen Risiken zurück und probieren auch noch die scheinbar abstrusesten Ideen. Niemand hält sich zurück und wenn es einmal schiefgeht, dann ist es auch OK – man ist einfach mit vollem Enthusiasmus dabei. Und das macht die Arbeit an den Filmen wirklich großartig.


    F: Macht sie die Erfolgsgeschichte der Marvel-Filme eher nervös oder selbstbewusst?

    A: Ihre Hit-Liste ist zweifellos beeindruckend. Ich habe schnell gelernt, dass Kevin Feige wie ein verrückter Professor ist, genauso wie alle anderen im Marvel-Team. Das sind einfach absolute Fans. Sie lieben die Comics, wissen, was ihnen daran gefällt und was die anderen Comic-Freaks daran schätzen. Neben all der der Action und den Effekten liegen den Marvel-Filmemachern die Story und die Charaktere sehr am Herzen. Und deshalb funktionieren die Filme.


    F: Worum geht es in ANT-MAN?

    A: Zu Beginn des Films passiert etwas bei Pym Tech, Hank Pyms ehemaliger Firma, aus der man ihn rausgeschmissen hat. Jetzt sitzt Darren Cross am Ruder. Darren hat seine eigene Variante der Pym-Partikel – die Cross-Partikel – entwickelt, ebenso einen eigenen Anzug und die zugehörige Technologie. Er hatte trotz Hanks Verschwiegenheit um die Sache von der Legende um Ant-Man gehört und beschlossen, die Sache zu verfolgen. Hank aber will das verhindern, denn er weiß um das Chaos, das entbrennen würde, sobald die Technologie in falsche Hände gerät.

    Meine Figur Scott hat eigentlich nichts mit Hank Pym zu tun“, erklärt Rudd die Dynamik zwischen Pym und Lang. „Eigentlich kommt Scott gerade erst aus dem Gefängnis, weil er seine einzigartigen Fähigkeiten dazu eingesetzte hatte, einen Konzern zu Fall zu bringen. Doch Hank Pym hat ihn sich ausgesucht. Er hat seine Vergangenheit untersucht, ihn beobachtet und sich ein Szenario einfallen lassen, bei dem Scott unweigerlich in alte Gewohnheiten zurückfällt. Also findet sich Scott beim Einbruch in Pyms Haus wieder, um dort Geld für den Unterhalt seiner Tochter zu stehlen – das einzige, was ihm wichtig ist. Pym aber hat die Fäden in der Hand und es so eingerichtet, dass Scott den Anzug findet und ein wenig mit ihm herumspielt. Dann bringt er Scott in seine Welt und lehrt ihn, den Anzug richtig einzusetzen.


    F: Was macht die Story so nachvollziehbar?

    A: Nur wenn man eine Figur nahbar macht, bleiben die Zuschauer interessiert. Man kann noch so schöne Kampfszenen und die fantastischsten Special Effects produzieren: sie bleiben hübsch zum Anschauen, aber ohne Tiefgang. Da bleibt nichts hängen, solange man sich nicht mit den Charakteren mitgeht. Dieser Film funktioniert dagegen auf verschiedensten Ebenen. Er enthält wirklich umwerfende Actionszenen, einige der Kämpfe sind einfach atemberaubend und visuell gibt es Neuerungen, die man nie zuvor gesehen hat. Einige der Technologien sind hier erstmals eingesetzte worden und wirken daher umso mitreißender. Ich hoffe, dass die Leute das zu schätzen wissen und mit den Charakteren und deren Beziehungen untereinander mitfühlen.


    F: Wie haben sie auf die Nachricht reagiert, dass Michael Douglas die Rolle von Hank Pym übernimmt?

    A: Seine Zusage hat mich ungemein gefreut. Ich habe in meiner Karriere schon mit einigen großen Namen zusammengearbeitet und Michael Douglas gehört zweifellos dazu. Er war in vielen fantastischen Filmen wirklich gut. Und allein die Vorstellung, ihn in dieser Rolle zu sehen, fand ich aufregend.


    F: Wer ist Hope van Dyne?

    A: Hope ist Hank Pym’s Tochter und wird von Evangeline Lilly gespielt. Sie arbeitet bei Pym Tech mit Darren Cross und ist sich mit ihrem Vater nicht grün. Hope musste in ihrem Leben jede Menge Wut und Enttäuschung wegstecken. Aber sie verfügt auch über einige beeindruckende Fähigkeiten. Hope macht viele neue Erfahrungen in diesem Film, darunter auch die, dass sie Scott eigentlich nicht mag und nicht versteht, warum er involviert ist. Sie fühlt sich von ihrem Vater missachtet und hat auch einige Verlusterfahrungen erleben müssen. Noch immer arbeitet sie in der Firma, die ihren Vater rausgeworfen hat und erkennt langsam, dass Darren Cross möglicherweise den Verstand verloren hat.


    F: Es gibt eine Trainingsszene, in der es aussieht, als verprügle Hope ihre Figur Scott Lang. Was hat es damit auf sich?

    A: Scott muss das Kämpfen lernen, um Ant-Man zu werden. Deshalb wird er regelmäßig von Hope vermöbelt. Sie ist im Film definitiv die Härteste von allen und Scott lernt jede Menge von ihr.


    F: Haben die Kampfszenen mit Evangeline Lilly Spaß gemacht?

    A: Evangeline ist ein sportliches Naturtalent. Sie ist generell ziemlich tough und könnte das im Film Gezeigte in der Realität wahrscheinlich ziemlich gut umsetzen. Mir haben die Kampfszenen Spaß gemacht, denn es ist einfach lustig, so zu kämpfen. Ich habe dazu in meinen Filmen nicht oft Gelegenheit und genoss es deshalb umso mehr, zu trainieren, die Choreographie einzustudieren und an meinen Bewegungen zu arbeiten.


    F: Hat den Parkour ein Stunt-Double übernommen?

    A: Ja, Colin Follenweider, ein wahres Naturwunder, das schon für den Cirque du Soleil gearbeitet hat. Zu Beginn drehten wir einige Motion Capture Einstellungen und ich musste schon nach 30 Minuten Flugrollen und Radschlagen eine Pause einlegen. Das ist unfassbar anstrengend. Colin dagegen fällt drei Stockwerke tief auf einen Metallbalken, macht einen Überschlag und das den ganzen Tag ohne sich zu beschweren.


    F: Sie haben einige Szenen an Drähten gedreht. War das unbequem?

    A: Nicht wirklich, das einzig Unangenehme ist das Geschirr. Das schneidet an Stellen ein, an denen man das nicht so gerne hat, aber es ist nicht allzu schlimm. Außerdem macht es Spaß, durch die Luft zu fliegen, in einem Haufen Kartons zu landen und gleich wieder hochgezogen zu werden. Oft habe ich mir beim Dreh vor Augen gehalten ‚Das ist mein Job. Man erwartet sowas von mir… ich darf so was tatsächlich den ganzen Tag lang machen!‘“


    F: Was bedeutet Ihnen der Film im Bezug auf Ihr Leben?

    A: Ich lege Wert auf Dinge, die wirklich wichtig sind und da stehen Filme ehrlich gesagt nichtganz so weit oben auf der Liste. Schließlich sind es „bloß“ Filme und in unserem Fall sogar Comic-Verfilmungen. Aber je älter ich werden, umso wichtiger wird es mir, lachen zu können – sich einfach hin und wieder kaputtzulachen, denn vieles da draußen ist echt deprimierend. Ich will das Entertainment-Business nicht schlecht reden, genauso wenig Realitätsfluchten oder positive Botschaften. Sie sind toll und erfüllen einen guten Zweck.

    Mir ist an diesem Film wichtig, dass ich ihn mit meinen Kindern teilen kann. Meine Tochter ist erst fünf und wird sich noch nicht dafür interessieren, aber mein Zehnjähriger wird seinen Spaß daran haben. Die Kinder besuchten mich am Set und mein Sohn ist beim Anblick des Kostüms mit dem Helm richtig ausgeflippt. Er fand das unglaublich cool und deshalb freue ich mich schon darauf, mit ihm zusammen den Film anzuschauen. Das wird toll!


    F: Erzählen Sie uns mehr über den Anzug!

    A: Bevor ich den Anzug tragen konnte, musste ich einige Anproben durchstehen. Seine Komplexität täuscht. Nicht nur die Einzelteile, sondern die Funktion verschiedener Elemente, etwa die Art, wie sich die Schulter-Teile anheben, wenn ich meinen Arm nach oben bewege, ohne komisch hochzustehen. Das ist wirkliche Handwerkskunst! Die Körperhaltung änderte sich schon beim ersten Anprobieren. Ich konnte es kaum fassen, dass ich den Ant-Man-Anzug trug. Ich hatte das coole Gefühl, eine Menge Leute würde das auch gerne sehen und mitterleben. Trotzdem fühlte ich mich ein bisschen wie ein Eindringling, der etwas sieht, was er eigentlich nicht sehen sollte.


    F: Wenn Sie sich selbst im Anzug sehen, verändert das etwas in Ihnen?

    A: Ein Kostüm – insbesondere ein derartiges – hilft ungemein dabei, sich in eine Figur einzufühlen. Schon beim ersten Anblick hat es mir unter den Nägeln gebrannt. Als man mir den Helm zeigte und ich ihn aufsetzte fühlte ich mich an den Augenblick erinnert als ich als Kind meinen ersten Sturmtruppler-Helm zu Gesicht bekam. Das waren die allercoolsten Helme und so ging es mir auch mit dem Ant-Man Kostüm. Ich dachte nur daran, wie cool das Ganze ist und das würde mir auch sehr zusagen, wäre ich noch ein kleines Kind.


    F: Erzählen Sie uns von den erstaunlichen Details des Anzugs.

    A: Der Anzug sieht gar nicht kompliziert aus wegen des Leder-Überzugs. Eher wie ein alter Motorradkombi. Der Trick steckt im Detail, in dem, was unter der Außenschicht passiert und insbesondere in dem verdrahteten Rucksack. Das ganze Ding leuchtet und besteht aus Hunderten Einzelteilen, weshalb das Anziehen auch eine Weile dauert. Bei der halbstündigen Prozedur musste mir immer die Kostüm-Crew helfen.


    F: Wie funktioniert der Anzug mit den Pym Partikeln?

    A: Das Clevere an dem Anzug ist die Schrumpf-Funktion. Weder Scott noch Hank Pym haben selbst Superkräfte, sondern es sind die Pym Partikel, die Anzug und Helm wie bei einem Adersystem durchziehen. Hätte man bloß die Pym Partikel ohne den Anzug oder den Helm ergäbe das pures Chaos.


    F: Scott schrumpft, aber behält seine menschliche Kraft als Ant-Man?

    A: Ant-Man besitzt scheinbar übermenschliche Kräfte, doch es geht nicht nur darum, die Kräfte eines Menschen in Ameisengröße zu bündeln. Es ist nicht so, als wäre Ant-Man klein und besäße die Kraft eines normalgroßen Menschen. Seine Kraftübersteigt das bei Weitem, denn komprimierte Masse und Kraft erzeugen potenzierte Energie. Deshalb muss Scott erstmal lernen, seine Kraft als Ant-Man im Zaum zu halten. Schlägt er jemanden und achtet nicht auf seine Kraft, kann er ihn töten. Seine Kraft wirkt wie eine Gewehrkugel und sie zu dosieren erfordert eine Menge Arbeit.



    Michael Douglas schrieb:


    Der preisgekrönte Schauspieler Michael Douglas hat in seiner über 40-jährigen Karriere in vielerlei Rollen brilliert, doch mit Marvel’s ANT-MAN wagt er sich als Comic-Ikone Hank Pym auf bislang unbekanntes Territorium.

    Q: Diese Rolle ist für Sie etwas Neues, oder?

    a: Ich kannte die Welt von Marvel bislang nicht und habe auch bisher kleine Erfahrungen mit Green Screen Aufnahmen, Special Effects oder der Geheimhaltung gemacht die diese Marvel-Filme umgibt. Das ist eine ganz neue Erfahrung und ich habe sie sehr genossen!“

    Q: Warum wollten Sie dann überhaupt mitmachen?

    A: Wer hätte solch ein Angebot ausgeschlagen? Ich freute mich über das Angebot und aus Karriere-Sicht ist es immer gut, bei einem Film mitzumachen, bei dem es vielleicht ein Sequel und eine gewisse anhaltende Popularität gibt.

    Q: Sie bekommen auch die Gelegenheit, sich selbst als jungen Mann darzustellen, oder?

    A: Ich hatte noch eine Perücke von einem Film, bei dem ich Ronald Reagan spiele. Das hat super für den Rückblick in die 1960er-1970er Jahre des Hank Pym funktioniert. Ich habe keine Ahnung, was Marvel zusätzlich mit diesen Aufnahmen anstellen wird, aber die können einfach alles. Sie werden mir auf jeden Fall einen Retro-Look verpassen. Auch wenn das vielleicht etwas unheimlich für mich und meine Familie sein wird.

    Q: Waren Sie schon vor dem Projekt ein Comic-Fan?

    A: Nein, als Kind war ich kein Comic-Fan. Ganz am Anfang, kurz nach meiner Zusage, schickte man mir jede Menge Hardcover-Comics von Marvel. Die Bücher waren eine wunderbare Hommage an Stan Lees Werk und ich bin zu einem echten Fan geworden. Seine Kunstfertigkeit ist immens. Seit einigen Jahren betreibe ich eine Facebook-Fanpage und konnte einen Eindruck von Stans Popularität gewinnen, als ich Selfie mit ihm am Set postete. Über 100.000 Leute haben das angeschaut! Die Bücher haben mir sehr geholfen, ein Gespür für Hank Pym und das unglaubliche Marvel-Erbe zu entwickeln.

    Q: Haben Sie die Bücher also tatsächlich zur Vorbereitung genutzt?

    A: Ich habe sie intensiv genutzt und als sehr hilfreich empfunden. Der Mensch Hank Pym nahm damit Gestalt an und konnte mir seinen Background und sein Dasein als Wissenschaftler vorstellen. Er führte faszinierende Studien durch und entwickelte ein unglaubliches Serum, mit dem sich ein Mensch auf Ameisengröße schrumpfen kann und vice versa.


    Q: Verraten Sie uns etwas über Hank Pym.

    A: Zuallererst besitzt Hank Pym Sinn für Humor. Er nimmt alles nicht so ernst, stellt die Leute gerne auf die Probe und nimmt sie auf die Schippe. Offensichtlich ist er ein brillanter Wissenschaftler, doch er hat auch eine knallharte Kampfausbildung genossen. Aufgrund der Situation, in der er sich befindet, sucht er nach einer Person, die seine Aufgabe übernimmt. Dieser soll den Ex-Knacki Scott Lang (Paul Rudd) vom Gefängnis abholen, damit er ihn zum Ant-Man ausbilden kann.

    Q: Warum hat sich Hank Pym für Scott Lang entschieden?

    A: Pym erkannte, dass Scott Gut und Böse unterscheiden kann und die richtigen Absichten besitzt. Seine Straftaten – auch wenn man ihn dabei mehrmals erwischte – waren ziemlich ausgefeilt. Also nahm Pym Kontakt zu diesem durchtrainierten Kerl mit dem gewissen Schalk im Nacken auf. Scott schien mit seinem guten Kern der richtige Kandidat zu sein.


    Q: Wie hat sich Paul Rudd als Scott Lang geschlagen?

    A: Paul ist fantastisch. Ich war fast ein bisschen eifersüchtig, denn als Hank Pym diene ich hauptsächlich als Klammer für die Story, liefere die Basis und sorge für die wissenschaftlichen Erklärungen. Deshalb hatte ich jede Menge Dialoge voller Zahlen und Fakten. Paul dagegen durfte reagieren und seine Dialoge viel freier gestalten. Und immer zum Schluss konnte er einen Lacher einflechten. Oft hat er improvisiert oder sich einfach etwas einfallen lassen, aber die ganze Entwicklung als Ant-Man und Vater hat er wunderbar hinbekommen.


    Q: Wen spielt Evangeline Lilly?

    A: Als Hank Pym der Ant-Man war, agierte seine Frau als Wasp. Zusammen führten wir viele geheime Missionen für die Regierung und andere Organisationen durch und machten jede Menge Bösewichte unschädlich. Evangeline spielt unsere Tochter Hope, die für Hanks ehemalige Firma Pym Tech arbeitet. Sie ist eine sehr begabte Wissenschaftlerin und Kampfsportlerin. Pym hatte zwar keinen Sohn, doch er hat Hope so behandelt. Hope ist ein sehr körperlicher Mensch, sie braucht und beherrscht die Action. Pym wurde von Darren Cross aus der Firma herausgedrängt und Hope ist eine Art Insider-Spion für ihn. Als sich die Lage verschlechtert, bringt sich Hope mehr ein und hilft Hank, indem sie Paul als neuen Ant-Man zu trainiert. Nur zu gerne hätte sie den Part selbst übernommen; als Tochter von Wasp wäre sie dazu problemlos in er Lage gewesen. Deshalb frustriert es sie, dass Hank sich diesen unsteten Ex-Knacki als Nachfolger in der Rolle des Ant-Man ausgesucht hat, statt seiner eigenen Tochter.


    Q: Wie war die Zusammenarbeit mit Evangeline Lilly?

    A: Evangeline ist eine tolle Schauspielerin. Ich hatte sie zuvor nicht auf dem Schirm gehabt, aber ihre Arbeit hat mich beeindruckt. Sie besitzt ein gutes Gespür für Echtheit und sie arbeitet extrem genau.



    Q: Was ist mit Darren Cross/Yellowjacket, den Corey Stoll spielt?

    A: Darren war als junger Mann mein Schützling in der Firma und wusste immer über meine Spezialprojekte Bescheid. Ich hatte ja das Ant-Man-Serum, auch wenn ich es immer verneinte. Nun steht Darren an der Spitze der Firma und treibt die Erforschung dieser Technologie aggressiv voran. Der Film beginnt mit seinem Durchbruch und genau dieser Entdeckung.

    Ich halte Corey Stoll für einen grandiosen Schauspieler. Er verkörpert einen großen Bösewicht und wirkt ziemlich einschüchternd. Was die Arbeit mit ihm schwierig macht ist seine Körpergröße. Er kommt gerne nah heran und man fühlt sich gleich ganz klein. Also musste ich mich sehr auf meinen Hank Pym konzentrieren, um nicht von Coreys schierer Präsenz überwältigt zu werden.


    Q: Dürfen wir bei ANT-MAN auch Humor erwarten?

    A: Und wie! Die Story hat Humor und das mag ich immer gerne. Action und Komödie zusammenzubringen ist immer schwierig, aber wenn es funktioniert ist es toll. Unser Regisseur Peyton Reed ist darin Experte und für den Film die Idealbesetzung, ebenso Paul Rudd, der jede Menge Komödien-Erfahrung mitbrachte. Also haben wir einen wundervollen Humor, der dem dennoch die Glaubwürdigkeit und Dramatik der Story wahrt.

    Q: Stimmt es, dass auch ein Raub im Film vorkommt?

    A: Es gibt einen tollen Coup, denn es wird bei Pym Tech eingebrochen. Man stiehlt die Geheimakten über Darren Stolls Forschungsprojekt.

    Q: Was gibt es Einzigartiges, über das wir noch nicht gesprochen haben?

    A: Marvel-Fans haben eigentlich schon alles Denkbare gesehen”, vermutet Douglas. „Von fernen Planeten über Hochhaus-Dächer bis hin zu riesigen Raumschiffen. Diesmal unternehmen wir eine Reise ins Reich der Winzigkeit. Die Makro-Abteilung zeigt alles aus der Ameisenperspektive und das sieht fantastisch aus. So etwas hat man noch nicht gesehen! Und es wirkt unglaublich spannend, aufregend und witzig.

    Außerdem gibt es viele großartige Momente, insbesondere in Scott Langs Ausbildungsphase. Ich und besonders meine Kids freuen uns darauf! Vor ANT-MAN hatte ich in den Augen meiner Kinder beruflich versagt. Ihrer Meinung nach hatte ich noch nie einen Film gedreht. Was sind schon zwei Oscars? Jetzt aber bin ich cool – für meinen Sohn und sogar für dessen Freunde! Zum ersten mal fragen mich meine Kinder ‚Dürfen wir mit zur Premiere kommen?‘ Und natürlich sind sie dabei!



    Q: Haben die Dreharbeiten Spaß gemacht? War die Erfahrung etwas Besonderes?

    A: Die Crews, der Ausstatter, der Art Director – Sie sind alle Teil der großen Marvel-Familie. Also treffen sie sich immer wieder und freuen sich auf die gemeinsame Arbeit, genauso wie Schauspieler, die sich bei anderen Filmen wiederbegegnen. Man kann einfach einsteigen und die Fahrt genießen, ohne das mühsame Kennenlernen und aufeinander Einstimmen. Da ich auch viele Filme produziere – wenn auch nicht in dieser Größenordnung – freute ich mich umso mehr darüber, mich nicht mit den Schwierigkeiten der Produktion herumschlagen zu müssen, auch wenn Marvel es ganz einfach aussehen ließ.

    Q: Was darf das Publikum von ANT-MAN erwarten?

    A: Wir wagen uns zwischen die Ritzen in eine noch nie zuvor gesehene Welt. Macht euch gefasst auf einen wilden Ritt mit viel Gekicher.


    Q: Was gefällt Ihnen besonders an der Rolle von Hank Pym?

    A: Ich mochte Hank Pym, weil er immer so geheimnisvoll wirkt. Er war der Ant-Man, die Leute bedrängten ihn und waren neugierig und doch hat er sein Geheimnis bewahrt. Es war schön, diesen Subtext zu spielen.



    Evangeline Lilly schrieb:



    Als Evangeline Lilly erstmals angesprochen wurde, ob sie ihr Können für den Part der Hope van Dyne in Marvels ANT-MAN einsetzen wolle, musste sie erst einmal über den Marvel-Background recherchieren, wie sie freimütig zugibt.

    F: Kannten Sie die Marvel Comics oder die Marvel Filme, als man Ihnen die Rolle der Hope van Dyne anbot?

    A: Nein, ich kannte die Marvel Comics oder ANT-MAN zu dem Zeitpunkt nicht, also musste ich erst meine Hausaufgaben machen. Ich schaute mir einige Marvel-Verfilmungen an und mir wurde meine Ignoranz in Bezug auf die fantastischen Dinge bewusst, die man bei Marvel macht. Ich sah ihr Händchen für Geschichten und Charaktere und ihren unglaublichen Sinn für unterhaltsames Spektakel.

    Während der ersten Screen Tests zeigte man mir das Vorab-Material von ANT-MAN und den Ameisen in Aktion. Sobald ich das mit eigenen Augen gesehen hatte wurde mir klar, was für ein cooler Film da entstehen würde – etwas, das man so bislang im Marvel-Universum noch nicht gesehen hatte. Dieses Abenteuer wird sein ganz eigenes Dasein führen und eine eigene Fanbase eröffnen.


    F: Wird sich das Publikum eher mit Scott Lang oder mit Iron Man identifizieren?

    A: Paul Rudd ist ein unglaublich sympathischer Darsteller und ich denke das ist auch der Grund, warum man ihn für die Rolle engagiert hat. Er wirkt wie der nette Typ von nebenan und das kann man so glauben. Robert Downey Jr. dagegen ist ja ein echter Mega-Star. Er ist wild und verrückt und auf der Leinwand zuhause. Paul Rudd strahlt eher ein „Jedermann“-Feeling aus.


    F: FInden Sie die Story nachvollziehbar?

    A: Die Vater/Tochter-Thematik zieht sich durch den gesamten Film. Ich denke es gibt niemanden auf der Welt, der noch nie ein Problem mit Vater oder Mutter hatte. Es gibt immer Reibungspunkte, denn eine Eltern-Kind-Beziehung ist etwas unglaublich komplexes. Daraus entsteht eine wunderbare, menschliche und nachvollziehbare Story.


    F: Wie profitiert der Film von der Dynamik des vernachlässigten Kindes, das sich in Corey Stolls Figur widerspiegelt?

    A: Coreys Figur verleiht einer ganzen Reihe von Beziehungen zusätzliche Tiefe. Michael Douglas spielt meinen Vater und wir haben ein völlig kühles Miteinander. Auch in Hopes Umgang mit Scott Lang gibt es Reibereien. Aber dann taucht Coreys Figur auf und Darren Cross ist ein komplizierter Mensch mit komplexen emotionalen Problemen, dem ich die Pläne durchkreuze. Meine Figur Hope kennt und mag ihn seit vielen Jahren, weshalb oft nicht klar ist, ob sie ihn hintergeht oder auf seiner Seite steht. Und verspürt Hand so etwas wie Vatergefühle für seinen ehemaligen Schützling? All das bereichert die Geschichte und verleiht ihr zusätzlichen Tiefgang. Corey ist solch ein fantastischer, perfekter Schauspieler, dass er jeder seiner Rollen eine unglaubliche Vielschichtigkeit mitgibt.


    F: Als sie erstmals vom Titel ANT-MAN erfuhren, hatten sie da solch eine dramatische Vielfalt erwartet?

    A: Nein, aber es wurde mir schnell klar. Ich wollte wissen, was man mit dieser Figur vorhat und wie man sie zeitgemäß, nahbar, relevant, signifikant, und stark und all die anderen Dinge macht, die eine Figur haben muss. Das machte es so viel interessanter und ich freute mich ungemein darauf, die Rolle zu spielen. Ich merkte, dass mich dieses Engagement fordern würde.


    F: Wer ist Hank Pym und warum heißt ihre Figur mit Nachnamen van Dyne.

    A: Michael Douglas spielt Hank Pym, den Original-Ant-Man in den Marvel Comics. Er und seine Frau Janet van Dyne waren Ant-Man und Wasp und gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Avengers. Hank Pym kam auf die Idee, die Superhelden als Team zusammenzubringen, Janet van Dyne, die Schlaueste der Helden, ließ sich den Namen The Avengers einfallen. In dieser Story hat man zwei Erzählstränge aus den Original Marvel-Comics verbunden, Hank Pyms und die spätere von Scott Lang. Meine Figur wurde als Bindeglied zwischen den Generationen erfunden, als Tochter von Hank Pym und Janet van Dyne, die der Generation von Paul Rudds Figuren Scott Lang/Ant-Man angehört.


    F: Mussten sie viel trainieren oder kamen Sie schon so zu der Rolle?

    A: Ich habe mich nicht vorbereitet, sondern bin ganz normal zu der Rolle gekommen. Ich war schon mein ganzes Leben so. ich bleibe in Form und halte mich gerne fit. Ich gehöre nicht zu den Schauspielern, die plötzlich Personal Trainer anheuern oder eine Crash-Diät mit einem Ernährungsberater durchziehen. Trotzdem musste ich natürlich einiges lernen, wie etwa das Boxen, das ich davor noch nie gemacht hatte. Ich habe vor den Dreharbeiten noch nie jemanden geschlagen.


    F: Im Film muss Hope Scott Lang trainieren, stimmt das?

    A: Ja, Hope van Dyne ist Muy Thai Expertin, was in echt natürlich nicht stimmt. Ich musste lernen, mich so überzeugend zu bewegen, das es zumindest so aussieht, als wäre ich ein Profi und könnte einen Mann trainieren, der aus dem Gefängnis kommt und dort einige Kämpfe durchgemacht hat. Hope ist eine harte Nuss, das finde ich cool!


    F: Erzählen Sie uns vom Set, in dem das Training von Hope und Scott stattfand.

    A: Das Gym-Set gefiel mir am besten. Nicht, weil es unbedingt das schönste gewesen wäre, sondern wegen des dramatischen Lichts und der Optik. Die ganze Szenerie ist in eine streifige, schattierte Lichtstimmung getaucht. Das sieht fantastisch aus!


    F: Was empfindet Hope für Scott Lang, als er zum Team stößt?

    A: Hope kann Scott nicht ausstehen. Sie hält ihn für einen nutzlosen Idioten und glaubt, Hank verschwende seine Zeit mit ihm. Sie glaubt sogar, er stünde der Mission im Weg! Hope ist fest der Überzeugung, niemand wäre besser für die Durchführung geeignet als sie selbst im Ant-Man Anzug. Sie wäre selbst so gerne Ant-Man. Und dann gerät ihr Scott Lang in die Quere.


    F: Welche Rolle nimmt sie bei Pym Tech ein? Sie arbeitet ja für Darren Cross.

    A: Sie ist leitende Wissenschaftlerin und kann ziemlich viel Übles erreichen, zum Beispiel ihrem Vater in den Rücken fallen und ihn als Präsident und Vorstandsvorsitzenden absägen. Zugleich ist sie ein hochrangiges Vorstandsmitglied mit viel Macht und die Tochter des Firmengründers.


    F: Hopes Beziehung zu Darren wirkt oberflächlich harmonisch, aber sie schaut ihm trotzdem genau auf die Finger?

    A: Ja. Darren und ich haben eine besonders komplizierte Verbindung. Das waren die schauspielerisch schwierigsten Szenen, denn da bestehen so viele Schichten und er ist so unergründlich. Der Mann, den sie schon so lange kennt und eigentlich extrem für seine Intelligenz und Professionalität bewundert, dreht ein bisschen durch und wird verrückt. Sie versucht ihm nicht zu zeigen, dass sie glaubt, er habe den Verstand verloren und dass ihm nicht mehr vertraut. Also macht sie gute Miene zum bösen Spiel, aber hinter der Fassade spielen sich in den gemeinsamen Szenen tiefgreifende Umwälzungen ab.


    F: Hilft sie ihm bei der Entwicklung des zweiten Anzugs?

    A: Sie hilft ihm unwissentlich dabei, den Yellowjacket-Anzug zu entwickeln. Sie wirkt bei der Entwicklung des Schrumpf-Serums mit, dem eigentlichen Cross-Partikel, das ursprünglich das Pym Partikel war und die Basis für die gesamte Technologie des Ameisenanzugs bildet. Hope erkennt nicht, dass sie am Bau eines Vernichtungsanzugs mitwirkt und die finsteren Pläne dahinter – bis es zu spät ist.


    F: Arbeitet sie mit ihrem Vater Hank Pym zusammen oder agiert sie unabhängig?

    A: Hope ist ein ziemlicher Einzelgänger. Sie hat ganz eigene Vorstellungen von „richtig“ und „falsch“ und einen sehr individuellen Gerechtigkeitssinn, dem Genüge getan werden soll. Auf keinen Fall möchte sie die Erde implodieren und die Gesellschaft auseinanderbrechen sehen. Und da erkennt sie, dass sie Darren Cross tatsächlich dabei zur Hand geht, die Welt ins Chaos zu stürzen. Sie merkt, dass die einzige Lösung darin besteht, ihren Vater um Hilfe zu bitten. Das macht sie natürlich nur sehr ungern und gegen ihren Willen, denn eigentlich möchte sie auf keinen Fall mit ihm zusammenarbeiten. Auch die Zusammenarbeit mit Scott geht ihr gegen den Strich und ich habe das komische Gefühl, dass sie über große Strecken hinweg eigentlich auf Darrens Seite steht. Trotzdem tut sie, was richtig ist.


    F: Haben Sie während der Vorbereitung die alten Comics gelesen?

    A: Ich habe mich nur auf Wikipedia über die Inhalte informiert, aber die eigentlichen Comics nicht gelesen. Anschließend habe ich alle Internet-Seiten über die ANT-MAN Produktion gescannt und aus den vorherrschenden Meinungen viel über den Comic gelernt.


    F: Gab es viele Miniatur-Aufnahmen, die auf der Leinwand ganz riesig wirken?

    A: Ja, die Kulissenbauer haben sogar eine winzige Filmklappe für die Miniaturszenen angefertigt, das war echt süß.


    F: Was dürfen die Zuschauer von den Actionszenen erwarten?

    A: Die Idee dahinter ist, dass der Ant-Man beim Schrumpfen seine ursprüngliche Kraft komprimiert und sogar noch verstärkt, so dass er im Endeffekt die Stärke von 200 Männern besitzt. Weil Hope den wissenschaftlichen Background versteht und von Ant-Man und Wasp aufgezogen wurde, versteht sie die Zusammenhänge und kann Scott behutsam das kämpfen beibringen. Schlägt er zu leicht zu ist es wie ein Streicheln, macht er es zu kräftig, ist es wie eine Gewehrkugel im Gesicht des Gegenübers. Seiner Kraft sind keine Grenzen gesetzt. Am witzigsten finde ich die Actionszenen, in denen er schrumpft und wieder wächst, schrumpft und wächst. Das kann man kaum mit dem Auge verfolgen und daher ist das Chaos dann auf seiner Seite und er hat einen Vorteil gegenüber seinen Feinden. Einmal nimmt Ant-Man ganz alleine eine ganze Gruppe bewaffneter Wächter hoch und das sieht schon großartig aus!


    F: Hat man so etwas schon auf der Leinwand gesehen?

    A: Das ist die aufregendste Sache an dem ganzen Spektakel! Ich bin mir ziemlich sicher, dass noch niemand solch eine Ameisen-Action auf der Leinwand gesehen hat. In manchen Szenen mobilisieren wir ganze Armeen von Ameisen verschiedenster Größe und ich weiß schon jetzt, dass das meine absoluten Lieblingsszenen sein werden. Und genau das unterscheidet ANT-MAN auch von den anderen Marvel Comic-Verfilmungen: es ist nicht nur ein Typ, der im Anzug unglaubliche Dinge vollführt, sondern ein Typ im Anzug mit Legionen von Ameisen!


    F: Denken Sie auch an die kleinen weiblichen Zuschauer, wenn Sie solche Filme drehen?

    A: Das ist immer eine sehr starke Motivation bei meiner Rollenwahl und meinem öffentlichen Auftreten. Es bedeutet mir sehr viel, weibliche Charaktere in Filmen zu zeigen, denn wir haben auch viele weibliche Zuschauer, vom Mädchen bis zur Rentnerin! Sie müssen repräsentiert werden und das schönste Kompliment, das man mir machen kann, sind Mütter, die nach dem Film auf mich zukommen und sagen ‚Mein Tochter vergöttert ihre Figur!‘ Dann weiß ich tief in meinem Herzen, dass ich ein Vorbild abgegeben habe und die Sache der Frauen und Mädchen nicht verraten habe. Jetzt, wo ich selbst Mutter bin, begeistere ich mich noch mehr für Entertainment für alle Altersstufen. Deshalb möchte ich mich für Dinge engagieren, die Kindern Spaß machen und ihnen entweder eine Message überbringt, Werte vermittelt oder Helden zeigt, zu denen man aufblicken kann.


    F: Was werden die Zuschauer aus ANT-MAN mit in den Alltag hineintragen?

    A: Ich glaube, das Publikum wird am meisten von Ant-Man in Action mit den Ameisen begeistert sein. Das wird sich in einem ganz neuen Respekt, Verständnis und Begeisterung für die Ameisen niederschlagen.


    F: Dürfen wir auch viel Humor bei ANT-MAN erwarten?

    A: Natürlich, denn Marvel unterscheidet sich von all den anderen großen Action-Blockbustern darin, dass man sich nie allzu ernst nimmt. Bei Marvel vergisst man nie, dass wir es mit einem Superheld-Film zu tun haben. Deshalb bringt man das Publikum zum Lachen, sorgt dafür, dass die Zuschauer sich amüsieren und nicht vergessen, dass alles nur ein großer Spaß ist.


    F: Die Realität wird überhöht.

    A: Hier lassen wir die Realität außen vor und das kann Marvel besser als alle anderen.


    F: Eigentlich steckt in ANT-MAN auch ein Krimi. Was können sie uns darüber verraten?

    A: Ich muss vorausschicken, dass „The Return of the First Avenger“ mein Lieblingsfilm von Marvel ist und es mich überrascht hat, dass Marvel diesen Polit-Thriller verfilmt hat. Es ist ein Polit-Thriller im Gewand einer Superhelden-Comicverfilmung. Das hat Klasse. Und ANT-MAN ist nun eben ein echter Krimi in der Superheldenwelt. Es gibt eine Einführungsszene, in der Michael, Paul und ich mit Fachausdrücken nur so um uns werfen und damit den Coup vorbereiten. In jedem guten Gaunerkrimi gibt es so eine Szene. ANT-MAN ist in Wahrheit ein echt granatenmäßiger Krimi.


    F: Wie war die Zusammenarbeit mit Peyton Reed, dem Regisseur?

    A: Peyton ist ein unglaublich netter Kerl und überraschend witzig. Ich betone das so, weil es wirklich schwer ist, richtig lustig zu sein. Viele versuchen es, er kann es und geht dabei nie unter die Gürtellinie. Ich hatte während des Drehs eine schlaflose Nacht, in der ich mir über eine tagsüber gedrehte Szene Gedanken macht, ob ich gut genug war, ob ich alles rübergebracht hatte wie gehofft etc. aber ich konnte mich damit beruhigen, dass Peyton gesagt hatte, wir hätten den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich vertraue ihm vollkommen und ein Schauspieler kann einem Regisseur kein größeres Kompliment machen. Dann muss man die eigene Performance nicht hinterfragen, sondern kann die Darstellung in die Hände des Regisseurs legen und sich sicher sein. Peyton ist als Regisseur extrem begabt.



    Michael Peña schrieb:



    Als Michael Peña für die Rolle von Luis in Marvel’s ANT-MAN unterschrieb, war er schon von seinem sechsjährigen Sohn zum Marvel-Fan konvertiert worden.

    F: Hatten Sie schon vor dem Film Kontakt zu Marvel? Waren Sie ein Fan?

    A: Mein Fan-Dasein kam hauptsächlich durch mein Kind. Ich habe alle „Spider-Man“-Filme gesehen und alle „The Avengers“-Comics vorgelesen. Er kennt alle Charaktere. Seth Rogan hatte mir einige seiner Lieblingscomics verraten und so startete ich damit, sie dem Jungen vorzulesen, insbesondere die für die ganz Kleinen. Ich mochte die Sachen, also begann ich damit, die Filme anzuschauen, von „The Avengers“ über „Spider-Man“ bis zu „Guardians of the Galaxy“. Als ich von ANT-MAN hörte, fiel mir die Entscheidung nicht schwer.


    F: Wie war die Arbeit mit Paul Rudd in der Rolle des Ant-Man?

    A: Die Arbeit an einem Marvel-Film war anfangs etwas nervenaufreibend. Schließlich treffen da übergeordnete Erzählstränge aus dem filmischen Marvel-Universum zusammen. Das ist so, als würde man gefragt, ob man einem Club beitreten möchte – einem echt grandiosen Club!

    Cool war, dass man für mich noch extra Szenen hinzugeschrieben hat, also habe ich mich besonders angestrengt. Und darin liegt bei Marvel auch der Unterschied: Dinge werden geändert, wenn man eine neue Idee hat oder das Gefühl, jemand hat der Figur noch etwas hinzuzufügen.


    F: Was für eine Art Menschen spielen Sie.

    A: Ich spiele Luis, den besten Freund von Scott Lang (Paul Rudd) aus Gefängnistagen. Sie sind aus verschiedenen Gründen dort gelandet. Luis ist ein echter Straßengangster. Scott dagegen gehört zu den Wirtschaftskriminellen und trotzdem haben sie eine Zelle geteilt und sich angefreundet. Luis hat ihn im Gefängnis beschützt und von Scott im Gegenzug alle möglichen Dinge gelernt, zu denen er sonst nie Zugang gehabt hätte. Luis holt ihn aus dem Gefängnis ab und freut sich auf den nächsten Coup. Scott aber versucht sauber zu bleiben und ehrlich zu leben. Für einen Ex-Knacki ist es nicht einfach, einen Job zu bekommen, also drehen wir zusammen doch nochmal ein Ding und nutzen unsere jeweiligen Fähigkeiten – aber für einen guten Zweck!


    F: Wie war es, als Sie Paul Rudd erstmals im Ant-Man Anzug sahen?

    A: Der Anzug war toll. Man fühlt sich wie ein kleines Kind, wenn man ihn sieht. Mein Kleiner wäre durchgedreht, hätte er das sehen dürfen! Am Anzug sind jede Menge kleiner Gadgets und funktional aussehender Spielereien. Um ehrlich zu sein hätte ich so ein Ding auch gerne.


    F: Wie war die Arbeit mit Michael Douglas?

    A: Er ist eine Legende und eine Ikone. Er besitzt diese tolle Stimme und weiß, wie er sie einzusetzen hat. Michael ist ein kluger Darsteller und ein toller Produzent. Zum Beispiel von „Einer flog über das Kuckucksnest“, der zu meinen Lieblingsfilmen gehört. Der Typ ist wirklich clever, kennt die Schauspielerei in- und auswendig und weiß, wie man sich in Szenen bewegen muss.


    F: Hatten Sie beim Dreh gewisse Freiheiten innerhalb ihrer Figur?

    A: Wir waren uns bewusst, dass wir nicht in die Vollen gehen konnten, sondern unseren Charakteren treu bleiben mussten. Schließlich liegen uns die Figuren am Herzen. Oft stößt man in Filmen auf Gags, die zwar witzig sind, aber nicht zur Story passen. Das finde ich falsch. Entweder es passt zur Geschichte oder ist so schräg und absurd, dass es wie ein Bruch wirkt und Nachhall hat.


    F: Wie hat die Zusammenarbeit mit David Dastmalchian und Tip „T.I.” Harris funktioniert?

    A: Großartig! T.I. ist unglaublich entspannt, zieht sein Ding durch und ist ein echter Performer. Dave kann auch noch den verrücktesten Akzent nachmachen, echt genial! Wir sind alle so verschieden, ich mit meiner hohen, ziemlich nasalen Latino-Stimme und dann dagegen Paul Rudd mit seinem unverwechselbaren Tonfall. Wer würde draufkommen, uns vier zusammenzustecken?


    F: Was war das Besondere an der Kooperation mit Peyton Reed?

    A: Es war fantastisch, denn Peyton steckt voller Energie und toller Ideen und er arbeitet sehr schnell. Hatte ich eine Idee, konterte er gleich mit fünf Vorschlägen zu meiner Idee. Das war echt cool. Ich finde es ganz besonders bei solch einem Film wichtig, am Set locker zu bleiben und Raum zum Experimentieren und auch für Fehlschläge zu lassen. Bei einem Drama verstärkt die angespannte Stimmung am Set die Wirkung und führt zu den richtigen Entscheidungen. Bei einem Ausflug ins Marvel-Universum sollte man die Sache aber doch etwas entspannter angehen.


    F: Was wird das Publikum an ANT-MAN ganz besonders mögen?

    A: Paul Rudd ist als Ant-Man einfach der Knaller und wirklich liebenswert. Ich denke die Zuschauer werden mit ihm mitfühlen und ihm den Erfolg wünschen. Das ist eine Art Robin Hood Ding: die bösen Jungs sind eigentlich die Guten, also hofft man, dass sie erfolgreich über ihre Gegner triumphieren. Der eigentliche Coup läuft völlig anders ab, als man es kennt und auch das Ende ist überraschend. Niemand wird es erwarten, also darf man auf ein sehr befriedigendes Zuschauer-Erlebnis hoffen und wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Sequel?
    Quellen
      • The Walt Disney Company Germany

Kommentare 0

Es wurden noch keine Kommentare verfasst.